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Nordkapp 2018
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Reisebericht

Im Norden von Irland und Nordirland 9.5.2019

Tempel, Ruinen und Gärten, im Gegensatz zum Wetter fantastisch.

Downhill Demesne

Ich hatte Anita versprochen, dass sie heute ausschlafen kann. Ich selber bin um 7 Uhr hellwach (nicht so schlimm, in der Schweiz wäre es ja schon 8 Uhr) und studiere, was ich machen soll. Ich habe ein Reissen unter meinem Hintern, der mich weiterziehen lassen will. Also wasche ich zuerst das Geschirr von gestern ab und kleppere extra stark damit, so dass Anita endlich aufwacht. Dann lasse ich vorsorglich mal einen Kaffee aus der Kaffeemaschine, denn das hat bisher immer gewirkt. Auch heute wieder! Während meine Holde ihren Kaffee im Bett unter der Decke schlürft, räume ich mal vorne alles auf. Aber Anita liegt immer noch friedlich im Bett. Na gut, dann mache ich mal mein Bett, lege sogar die Bettdecke schön zusammen und dann checkt es meine Schnellcheckerin. «Willst du los?» Ah, endlich, merkt sie es. «was sollen wir denn hier noch auf dem Parkplatz? Aber du musst dich nicht beeilen, mein Schatz!» War das zuviel des Guten? Zum Glück habe ich eine pflegeleichte Frau, sie ist innerhalb fünf Minuten angezogen und gestylt, und so fahren wir dann endlich, endlich los.

Dunclue Castle

Nach 5 km sehen wir schon ein braunes Hinweisschild mit «Dunclue Castle» drauf. Blinker setzten, parkieren, Fotoapparate schnappen und das Knutschi verlassen. Mischt, besichtigen kann man es noch nicht, wir sind zu früh dran. «Siehst du, wären wir nur später abgefahren» kriege ich zu hören und weiss grad keine Antwort darauf. «Ist ja bloss eine Ruine, ist doch nicht wirklich sehenswert…». Na ja, toll sieht sie ja schon aus, aber jetzt hier noch eine Stunde warten? So fahren wir wieder nur 600m weiter bis zu einem schönen Picknickplatz. Ich schlage vor, dass wir hier frühstücken könnten, vergesse aber, dass wir noch gar kein Brot eingekauft haben. Also fahren wir auf Vorschlag von Anita weiter, ich wollte doch endlich eine Pause machen…

Kurze Zeit später durchqueren wir Portrush und sehen einen Wegweiser zu einer Entsorgungsstation. Klar, wollen wir das besichtigen und werden auf einen Parkplatz geführt, wo zwei andere Womos anscheinend übernachtet haben. Wir entsorgen unseren Inhalt des Urintanks und freuen uns, dass auch hier in Nordirland an uns Wohnmobilfahrer gedacht wird. Im Ort kaufen wir auch grad noch ein, bevor wir weiter der Causaway Costal Route weiter folgen. Zwischendurch verfahren wir uns zwar noch etwas in Coleraine, aber danach sind wir wieder auf unserer richtigen Strasse.

Downhill Demesne und Mussender Temple

Irgendwo weiter vorne soll es noch einen Tempel am Meer geben, den ich besichtigen will. Und tatsächlich schon wenig später sehen wir wieder einen braunen Wegweiser mit «Bishop’s Gate» und «Downhill House». Wieder Blinker setzen, parkieren und schon sind wir im Empfangshäuschen, werden sehr freundlich empfangen, bezahlen die 6£ Eintritt und stehen im Bishop’s Garden. Wir durchqueren diesen wunderschönen Wald und kommen danach zum Mausoleum auf einer grossen, weiten Wiese weit über dem Meer. Es ist fantastisch hier! 300m weiter mitten in der Wiese sehen wir das Downhill House, zwar auch eine Ruine, aber absolut majestätisch und erhaben. Wir sind sofort begeistert und schreiten quer über die Wiese zu diesem ursprünglichen Herrenhaus aus dem 18. Jahrhundert.

Mussenden Temple

Hinter dieser Ruine sehen wir danach den «Mussenden Tempel» auf den Klippen über dem Meer thronen. Ehrlich, wir spazieren auf dieser grossen Wiese herum, geniessen den Ausblick auf diese einzelnen Gebäude und können uns irgendwie nicht satt sehen. Danach marschieren wir zurück durch das Waldstück Bishop’s Garden und werden grad nochmals überrascht. Überall dicht bewachsen mit weiss blühendem Bärlauch (passt zu unserem Rezept des Spargelrisotto mit Bärlauch), schön angelegten Wege, ganz verschiedene, zum Teil etwas exotisch wirkende Pflanzen und den «Bishop’s Children Way» mit verschiedenen Kinderattraktionen. Wir sind echt begeistert von diesem Halt und empfehlen das jedem, der diese Strasse durchfährt. Bisher eines vom Besten, was wir in Nordirland gesehen haben! Und den Eingang beim Bishop’s Gate nehmen, denn es gibt da verschiedene Eingänge in diese parkähnliche Landschaft.

Wir fahren etwa einen km weiter und wollen dort links unter der Eisenbahn durch und auf dem grossen Sandstrand am Meer parkieren. Das darf man da nämlich, aber wir passen nicht unter der 2.50m tiefen Brücke durch. Also fahren wir weiter und da es nun das erste Mal heute zu regnen beginnt, ist das auch nicht so tragisch.

Bishop's Garden

Irgendwie verpassen wir den Abzweiger zum Ende des Strandes, wo ich einen Campingplatz herausgeschrieben habe. Es ist erst Mittag und es regnet, also beschliessen wir, nicht umzudrehen. Was sollen wir denn da auf dem Sandstrand bei diesem Wetter machen? Wir wollen bei Magilligan auf die kleine Fähre und von Nordirland den einen Kilometer nach Irland übersetzen. Vorbei am riesigen Gefängnis sind wir dann schnell am klitzekleinen Fährableger, aber alles geschlossen und irgendwo lesen wir, dass diese Fähre nur im Sommer fährt. Mischt, was jetzt? Also mal Pause machen, Kaffeemaschine hervorholen, Karte studieren.

Ankunft in Irland

Statt den einen Kilometer mit der Fähre müssen wir nun einen Umweg von 68km durch Londenderry nehmen. Halb so schlimm, wir sind ja sehr gut in der Zeit. Also wieder los auf sehr guten Strassen Richtung irischer Grenze. Alles läuft reibungslos und wir verlassen Nord-Irland und kommen nun endlich im richtigen Irland an. Fertig mit Meilen, fertig mit Pfund, fertig mit teurem Diesel (obwohl wir seit Luxemburg gar nie mehr getankt haben). Jetzt heisst es wieder Euro, km/h und Kilometer. Bei der nächsten, kleinsten Tankstelle die wir finden, lassen wir volltanken und der Tankwart meint, dass wir aber einen grossen Tank hätten und strahlt über das gesamte Gesicht. Es passen 105l Diesel rein, entsprechend hoch ist dann auch die Rechnung. «Ab Sonntag soll das schönste Irische Wetter mit viel Sonne und grosser Wärme kommen, wir hätten die richtige Zeit für Ferien in Irland ausgesucht» verspricht uns der Tankwart. Allerdings regnet es momentan immer stärker und es sieht irgendwie nicht so aus, als dass heute nochmals ändern würde.

Auf dem Weg zu Malin Head, das kurzfristig zu unserem Tagesziel erklärt wurde, kommen wir auf den letzten 14 km an drei tollen freien Übernachtungsplätze vorbei, die wir uns merken, falls wir am nördlichsten Punkt Irlands nicht übernachten können.

Brücke bei Malin

Können wir aber, aber es regnet nun Bindfäden, Sicht ziemlich schwammig und nur gerade 6 Grad. Aber was erwartet man denn anderes vom irländischen Nordkapp?

Vielleicht ist es ja morgen besser, das Wetter. Die Stimmung könnte es nämlich nicht sein, Anita kocht nun Spaghetti Bolognaise und ich schreibe den Blogbeitrag und kann mich nicht entscheiden, welche tollen Fotos ich veröffentlichen soll. Trotz vielfach Regen, ein toller Tag!

Was wäre das hier eine Landschaft mit Sonne!

Tagesetappe

  • 175km
  • 9,8 l Verbrauch
  • 48km/h Durchschnittsgeschwindigkeit
  • 3:38 Std. Fahrzeit
  • Wetter: 6- 10 Grad, regnerisch

Übernachtung

Ballyhilin - Malin Head****
frei

kleiner Parkplatz mit Toilette, maximal 1-2 Womos

Koordinaten: 55.38043,-7.375289
N 55° 22' 49.6"  E -7° 22' 31"
letzter Besuch: 5.2019

Malin Head 10.5.2019

Der nördlichste Punkt auf der irischen Insel mit dem Wohnmobil

Malin Head

Die letzten 14km von Malin auf der schmalen, holprigen Strasse ist eigentlich problemlos. Man darf nicht rasen, kann aber mit dem spärlichen Gegenverkehr im Stand kreuzen. Kommt man bei Malin Head an, gibt es links ein schönes Toilettengebäude und ein kleiner Besucherparkplatz. Auf diesem Parkplatz haben maximal zwei Wohnmobile Platz, wenn sie nicht länger wie 7.5m sind. Die Strasse führt dann noch 100m weiter steil den Berg hoch bis zur Signal Station. Auch dort gibt es einen kleinen Parkplatz, aber nicht zu empfehlen für Wohnmobile, da die Besucher dort dann nicht mehr wenden können.

Aussicht

Auf dieser Kuppe gibt es eine kleine Aussichtsplattform und einige kleine Betonruinen, Überbleibsel vom 2. Weltkrieg. Auch die auf Google Map beschriebene Signal Station ist nur eine Ruine von einem alten Betonturm, also kein Leuchtturm.

Blickt man vom Turm Richtung Meer sieht man das mit weissen Steinen gelegte grosse 80 Eire, ebenfalls eine Markierung aus dem Krieg, damit die Fliegerpiloten wussten, dass sie hier in Irland und nicht in England waren.

Wandern

Vom unteren Parkplatz führt ein schöner Weg 500m zum «Hells Hole», eine imposante, fast schwarze Felsschlucht, wo das Meereswasser hineinbrandet. Hier endet der ausgebaute Weg, aber es lohnt sich, weiter zu wandern bis zu einem ein Zaun, der ein Privatgrundstück signalisiert und der Durchgang verboten ist. Aber der Blick von hier auf die westlichen Felsformationen ist sehr eindrücklich, man könnte meinen, man sei bei Star Wars und ein Raumschiff fliege jeden Moment durch die Felsen.

Felsformation

Übernachten

Es gibt keine «NoCamping» oder «no overneight» Schilder, länger als eine Nacht sollte man aber trotzdem nicht bleiben. Mit dem Wohnmobil blockiert man mindestens zwei Parkplätze und der Punkt wird von Touristen und Iren selber häufig besucht. Die Toiletten werden nachts geschlossen und machen einen gepflegten Eindruck. Der noch etwas bessere Übernachtungsplatz ist nur gerade etwa 3km entfernt und man hat einen tollen Ausblick auf einer kleinen Anhöhe, Koordinaten  55.369805, -7.380832.

unterer Parkplatz

Fazit

Ist man in der Gegend, lohnt sich ein Besuch vor allem für diese Felsformation, die zackig mitten aus dem Meer hinaussteigt und echt imposant wirkt. Uns hat dieser Anblick wirklich gefallen, aber dafür muss man ca. einen km pro Weg zu Fuss in kauf nehmen. Aber da weder ein Leuchtturm noch sonst ein schönes Gebäude oder wenigstens schöne Ruine steht, kann man auf diesen Punkt auch getrost verzichten, will man nicht einfach den nördlichsten Punkt der Insel besuchen.

Hells Hole

Unser erster irländische Leuchtturm 10.5.2019

Wir erreichen Fanad Head und haben sogar Sonne

Fanad Head

Gestern Abend hörte der Regen plötzlich auf und das Wetter wurde kurzfristig viel besser. Wir benutzen dies für einen längeren Spaziergang entlang den Klippen. Wir hatten fantastischen Ausblick auf tolle Felsformationen. Es war wirklich genial, aber als wir dann wieder beim Womo waren, begann es nochmals zu regnen. Irgendwie haben wir schlechtes Wetter aber doch immer auch etwas Wetterglück.

Die Nacht ist dann ziemlich ruhig, neben uns stand noch ein Kastenwagen, dessen Insassen auch hier übernachteten.

Morgens stehe ich wieder bei regnerischen Wetter ziemlich früh auf, um nochmals Fotos zu schiessen. Auch packe ich meine Drohne aus und will noch ein paar Luftfotos machen, aber irgendwie ist der Wurm drin. Zuerst habe ich Mühe, eine Verbindung zu meinem fliegenden Fotoapparat herzustellen und dann stürzt mein Tablet während dem Drohnenflug ab. Ich habe aber Glück, und kann sie noch sicher landen. Nochmals gut gegangen, dafür keine Fotos. Einen Absturz will ich nicht riskieren. Dafür klart das Wetter auf, es zeigen sich einzelne blaue Flecken am Himmel.

meistens unsere Strassen und Wegbegleiter

Als wir etwas später wegfahren, gibt es noch eine Verzögerung, wir suchen lange nicht gebrauchte Utensilien: unsere Sonnenbrillen!

Dann brausen wir los, stur dem blau gewellten Signet hinterher, das den Wild Atlantic Way markiert. Auf den ersten fünf Kilometer stoppen wir etwa sieben Mal, entweder um schöne Aussichten zu fotografieren oder wegen Schafen auf unserem Weg. Auch sehen wir wieder einen tollen Übernachtungsplatz, aber jetzt nach so wenigen Kilometern etwas früh.

Der Wild Atlantic Way zirkelt uns auf immer kleineren Strassen der Küste entlang, dann in einer kurvenreichen 25% steilen Bergstrasse (Magic Road) hoch zu einem Aussichtspunkt und hinten einfach schnurrgerade ebenso steil den Berg hinunter. Es ist fantastisch, aber später haben wir nichts dagegen, als die Strassen wieder breiter werden und wir entspannter fahren können.

unterwegs, wo man auch wieder schlafen könnte

Nach Letterkenny wird es wieder etwas schmaler, wir fahren an vielen Seen vorbei (oder ist es immer der gleiche?) bis wir wieder am Meer und beim Fanad Leuchtturm ankommen. Wow, was für ein Anblick! Der Leuchtturm strahlend weiss von der Sonne beleuchtet, dahinter eine dunkle Gewitterwolke. Einfach fantastisch!

Das Knutschi ist schnell parkiert und ab ins Caffee, um Eintrittskarten zu kaufen. Diesen Leuchtturm müssen wir uns genauer anschauen. Punkt 14 Uhr geht unsere Privatführung los, der Guide ist sichtlich stolz auf Irlands Leuchttürme und befiehlt uns immer wieder, wir sollen jene Bücher fotografiere oder diese Unform, die Flaggen und auch die alten Leuchtbirnen. Er redet extra für uns (wir sind die einzigen, in dieser Führung) ein ziemlich einfaches englisch, so dass wir viel verstehen. Oben auf dem Leuchtturm wird es erst recht interessant. In jede Richtung, wo es für Schiffe gefährliche Klippen gibt, ist die Leuchtspur rot abgedeckt. Wenn also ein Schiff das Licht des Turmes rot sieht, ist es in einer Gefahrenstelle und muss möglichst schnell links oder rechts wegfahren. Auch die halbe fingerkleine Leuchtstoffbirne macht uns Eindruck. So eine kleine Birne von 350 Watt leuchtet 19 Seemeilen (35km) weit? Eindrücklich!

Leuchtturmwärterin Anita

Nach der Führung knipsen wir mehr als eine Stunde den Leuchtturm von allen Seiten, wir können einfach nicht aufhören, es ist so fantastisch. Auch wegen dem Wetter, wenn schon mal die Sonne scheint. Dadurch haben wir wiedermal Strom zu verschwenden, unsere Solarpanels können endlich arbeiten und wir laden jedes Gerät auf, dass wir irgendwo in Betrieb haben. Da wir ohne Landkabel reisen, freuen wir uns doppelt ab dieser Energie…

wir können uns nicht satt sehen


Am Nachmittag werten wir unsere Fotos aus, das wird ziemlich schwierig heute für den Blog. Wir werden hier schlafen, wollen wir doch den Leuchtturm unbedingt in Action sehen.

Ach ja, weiss jemand in welchem Geschäft man in Irland die Dolce Gusto Kaffeekapseln kaufen kann? Meine Holde hat keinen Kaffee mehr…

Übernachtung

Fanad Head - Parkplatz Fanad Head***
frei

etwas schräg

Koordinaten: 55.27559,-7.634372
N 55° 16' 32.2"  E -7° 38' 3.7"
letzter Besuch: 5.2019

Traumplatz, Küsten und Klippen 11.5.2019

Wir haben heute viel vor, wollen wir doch den gesamten Wild Atlantic Way durch Donegal fahren, von Fanad Head bis zu den Klippen von Slieve League, es sollen die höchsten von ganz Europa sein.

Mullaghderg Beach

Wir fahren darum schon um 8 Uhr los. Irgendwie fällt uns das Aufstehen hier in Irland echt leicht, zum einen hinken wir ja eine Stunde hinterher, zum anderen scheint uns die Sonne durchs Womofenster an die Bettdecke. Aber schon kurze Zeit nach der Abfahrt zeigt sich vor uns die «Harry Blaney Bridge». Anita bekommt den Auftrag, auszusteigen und zu fotografieren, während ich mit dem Knutschi über die Brücke fahre. Selbstverständlich hole ich sie nachher auch wieder ab, keine Frage!

Harry Blaney Bridge

Danach geht es immer den blauen gewellten Linie auf der Beschilderung nach, die die längste und schönste Küstenstrasse der Welt markiert. Es ist echt gut ausgeschildert und die Landkarte kann man ruhig im Seitenfach verstaut lassen, ebenfalls das Navi abschalten, das redet nur drein und kommt nicht draus. Aber dadurch umkreisen wir jede Halbinsel ziemlich weit aussen, nur jeweils einige markierte Aussichtspunkte lassen wir aus. Sonst kämen wir da nie durch. Aber die Punkte, die direkt auf dem WAW liegen, stoppen wir natürlich, wie etwa beim Doe Castle in Ballymore (mischt, ich bringe pro Tagesetappe auf der Webseite nur fünf Fotos unter, eindeutig zu wenig für Irland).

In Meenlarag würde die Fähre nach Tory Island ablegen, aber da wollen wir nicht hin, sehen aber einen tollen, grossen Platz wo drei Womos am Meer stehen. Also fahren wir auch hin und machen Pause. Sogar eine Entsorgungsstation gibt es, man braucht aber wie hier fast üblich die Chips für die Euro-Relais. Haben wir nicht und das Caffee daneben hat auch geschlossen, also füllen wir noch kein frisches Wasser und entsorgen müssen wir auch nicht, also halb so schlimm.

Zottelvieh

Frisch gestärkt geht es kurze Zeit später wieder weiter. Die Strassen sind manchmal sehr schön ausgebaut und ziemlich breit, manchmal aber auch rumpelig, schmal und unübersichtlich. Aber uns gefällt es. Und dann finden wir uns plötzlich mitten in einem irländischen Radrennen. Das Gefällt mir natürlich und verfolge mit meinem Kennerblick die abghängten Fahrer, die wir jeweils später überholen. Ganz kurz vor dem Ziel werden wir als Fahrzeug von den Streckenposten von der Strasse in eine Umleitung gewunken, ist ja normal bei einem Radrennen. Allerdings entpuppt sich die Umleitung dann als Parkplatz für die Zuschauer und Sportler. Aha, darum gibt es hier so viele Fans, man hat gar keine Chance, nicht zu stoppen. Allerdings habe ich in meinem Leben schon genug Radrennen gesehen und darum fahren wir beim Zuschauerparkplatz hinten wieder hinaus 500m weiter Richtung Meer. Und was wir dann sehen, macht uns richtig sprachlos. Ein schöner, idyllischer Parkplatz über einem Sandstrand vor azurblauem Meer. Daneben ganz kurz gemähte Wiese und ein Womo in den Dünen. Wow, was für ein Freistehplatz! (Mullaghderg Beach 55.037373, -8.369090). Wir knipsen Bilder, gehen Spazieren und überlegen uns ganz ernsthaft, ob wir hier bleiben und erst morgen weiterreisen sollen. Aber es ist erst 11 Uhr morgens… Wir entschliessen uns dann doch, weiter zu fahren, kämpfen uns durch das Zielgelände des Radrennens durch und fahren danach wieder unseren Wegweisern nach.

Wir fahren dem Meer entlang, dann wieder in die Höhe über Hügel, einfach nur schön. Und die Sonne scheint vom blauen Himmel über dem blauen Meer. Irgendwann sehen wir dann plötzlich unseren ersten Aldi, wir sind zwar kein Fan von dieser Kette, aber eventuell haben sie ja die Kaffeekapseln, die Anita so dringend brauchen würde. Morgens hat sie nämlich den letzten Kaffee getrunken. Und wie immer, wir haben Glück, decken uns ein und Anita ist wieder himmelhochjauchzend zufrieden.

auf den Klippen

Dann endlich nach fünf Stunden Fahrzeit und 200km kommen wir auf dem unteren kleinen Parkplatz der Klippen von Slieve League an, parkieren unser Knutschi, gönnen Anita noch keinen Kaffee, ziehen die Wanderschuhe an und marschieren zuerst steil berghoch dem Strässchen entlang die zwei Kilometer zum oberen Parkplatz. Was für ein Ausblick, was für Klippen! Die höchsten sind 600m höher wie das Meer. Wir schiessen Fotos, geniessen die Sonne und der Ausblick hinab ins Meer. Danach laufen wir wieder zu unserem Knutschi und suchen eine Übernachtungsverbotstafel, finden aber keine. Mit dem Wohnmobil darf man nicht bis zum oberen Parkplatz hoch fahren und auf dem unteren meinte ich, dass man hier nicht über Nacht stehen darf. Aber wir finden keinen Hinweis, sollen wir uns hier einrichten? Allerdings habe ich ein etwas mulmiges Gefühl und darum beschliessen wir dann doch, runter an den kleinen Hafen zu fahren, von dort fahren die kleinen Ausflugschiffe unten an den Klippen entlang. Vielleicht haben wir ja Glück und heute fährt noch so ein Boot?

Und wie immer, wir sind einfach Glückskinder. Um 18 Uhr fährt noch ein solches Boot und jetzt ist 17:40 Uhr. Also melden wir uns beim Kapitän an, auch ihn freut es, denn nun hat er auf der 18 Uhr Tour sechs statt nur vier Passagiere. Und da das Meer praktisch spiegelglatt ist, kann ich sogar Anita überreden, mit auf diese Bootstour zu kommen. Dies sei übrigens wegen der Sonneneinstrahlung jeweils immer die schönste Tour des gesamten Tages.

von der Bootstour aus

Diese Bootstour ist echt gewaltig und unbedingt zu empfehlen, dauert 90 Minuten und man fährt unterhalb der der Klippen durch, die wir vor kurzem noch von oben besichtigt haben. Absolut eindrücklich. Nach der Tour bezahlen wir die 20€ Fahrtkosten pro Person und geben dem Kapitän noch 10€ Trinkgeld mit der Frage, ob wir wohl diese Nacht auf dem Pier stehen und dort übernachten dürfen. Klar können wir und so sitzen wir wieder mit tollem Ausblick auf das nun dunkle Meer in unserem warmen Womo und lassen den Tag revue passieren. Das Abendessen lassen wir nun auch aus, denn es ist schon nach 20 Uhr, bis wir es uns endlich gemütlich machen. Und die Blogleser warten ja auch noch.

Tagesetappe

  • 204 km
  • 5:08 Stunden Fahrzeit
  • 9,5 l Durchschnittsvewrbrauch
  • 39km/h Durchschnittsgeschwindigkeit

Übernachtung

Teelin - Pier***
frei

unbedingt vorher jemanden fragen, ob es erlaubt ist

Koordinaten: 54.62375,-8.631588
N 54° 37' 25.5"  E -8° 37' 53.7"
letzter Besuch: 5.2019

Innehalten und geniessen 12.5.2019

Wir machen Pause und verarbeiten im Kopf unsere neuen Eindrücke.

Frühstück mit selbergemachten Zopf

Auf dem Hafenpier schliefen wir wie die Murmeltiere, aber wir schauen dann, dass wir heute Sonntag mit dem Womo weg sind, bevor eventuell ein Rummel losgeht. Gestern beschlossen wir noch, dass wir es heute langsamer angehen und von den neuen Eindrücken ein Pause brauchen. Wir wählen als Tagesziel einen Campingplatz am Meer in der Nähe von Sligo aus und wollen ihn ansteuern. Es sind zwar 120km bis dahin, aber bei den guten Strassen kommen wir sehr gut vorwärts und checken dort schon um 11 Uhr ein.

Surfschulen

Anita bäckt einen feinen Zopf und während dem er abkühlt, spazieren wir dem Meer entlang zum kleinen Flughafen, es soll dort Markt sein. Im Hangar 1 ist ein kleiner Weihnachtsmarkt aufgebaut, einfach ohne Weihnachten und wir schauen uns gemütlich um. Finden aber nicht wirklich etwas, was wir unbedingt haben wollen und spazieren danach wieder zurück und schauen uns auf dem Strand den vielen Schülern der Surfschule zu, wie sie versuchen, in den kleinen Wellen zu surfen.

Spaziergang

Überhaupt, auf diesem Strand ist sehr viel los, ein richtiger Rummel. Unzählige Familien mit den Kindern benützen diesen Sonntag für einen Ausflug hierher. Kennen die Iren übrigens auch den heutigen «Moms-Day»? (oder wie würde Muttertag auf englisch heissen?).

Im Womo mache ich dann Frühstück und wir geniessen den frischen Zopf. Ein richtiges Muttertags-Frühstück.

Später am Nachmittag mache ich noch ein Nickerchen, bevor wir dann die Pup’s probieren und uns noch ein feines Abendessen leisten. Wir geniessen es in vollen Zügen, auch wenn sich die Iren bei unserem Nachtessen das nächste Mal noch etwas steigern sollten.

irisches Pub

Nun sind wir wieder voll gestärkt und morgen bereit für neue Taten und neue Entdeckungen. Diese Pause musste einfach sein, so dass wir die bisherige Reise in Ruhe im Kopf nochmals durchgehen konnten und etwas Zeit brauchten, die vielen Eindrücke zu verarbeiten. Wir hatten bisher selten eine Reise, wo wir so viel besichtigt haben, so viel neues gesehen haben und so schnell vorwärts gefahren sind. Das Linksfahren geht übrigens problemlos, auch die Strassen sind breiter wie angenommen und die Iren sehr freundlich, rothaarig und mit Bart.

Irland hat definitiv zwei Fans mehr und wir freuen uns auf noch mehr fantastische Eindrücke.

unser erster Sonnenuntergang in Irland

Tagesetappe

125km 
9,9l Verbrauch
56 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit
2:12 Std. Fahrzeit

Übernachtung

Strandhill - Strandhill Campsite***
Camping

normal

Koordinaten: 54.27168,-8.607715
N 54° 16' 18.1"  E -8° 36' 27.8"
letzter Besuch: 5.2019

Downpatrick Head 13.5.2019

Eine faszinierende kleine Felsinsel knapp vor den Klippen im Nirgendwo.

Downpatrick Head

Wir erlebten heute eine Womofahrt bei herrlichem Sonnenschein und 13 - 19 Grad. Der Wahnsinn! Und wie wir heute Abend frei stehen, einfach nur ein Traum. Bitte lest nicht weiter, sonst hat es hier plötzlich noch andere Wohnmobilisten und in Kürze hat man hier dann keinen Platz mehr...

Weiter dem WAW entlang


In echt, die Fahrt hierhin zum «Downpatrick Head» war schon alleine fantastisch genug. 

Ceide Fields

Wir besichtigten den kleinen Hafen von Killala und danach auch noch die «Ceide Fields», eine Landschaft mit Besucherzentrum, die noch exakt gleich ist, wie vor 5000 Jahren. Alle hundert Jahre wurde der Boden durch die abgestorbenen Pflanzen ein paar Zentimeter höher aber sonst hat sich hier in den letzten 5000 Jahren nichts geändert, denn in dieser Zeit lebten keine Menschen mehr hier.

Das Besucherzentrum ist schön gemacht und mit dem Ausstieg oben beim Dach etwas speziell. Alles dreht sich hier um den Boden, der alle Hundert Jahren ein paar cm höher, so dass die menschlichen Siedlungen vor 5000 Jahren einfach zugedeckt wurden. Und da danach keine anderen Menschen hier siedelten, ist es einer der letzten Flecken auf der Erde, wo die Verhältnisse noch so sind, wie vor langer Zeit.
Mit dem Wohnmobil darf man hier übrigens nicht auf dem Parkplatz übernachten.

Ceide Fields

Downpatrick Head

Von den Ceide Fields sind es nur ganz wenige Kilometer zurück zu «Downpatrick Head». Aussen ander Landspitze gibt es drei kleine Parkplätze direkt am Meer mit nichts, nicht mal Papierkörbe. Aber der absolute Traum. Und wenn man dann zu Fuss durch die Schafsgatter zu den Schafen rein geht und etwas den kleinen Hügel bis aussen an die Landspitze spaziert, tut sich ein atemberaubendes Panorma auf: senkrechte und überhängende Klippen und mitten im Meer eine riesige freistehende Felsnadel. Einfach gewaltig! Wir können die Münder nicht mehr schliessen und sind total überwältigt, so dass wir ein paar Fotos schiessen, staunen und danach wieder zum Wonmobil zurückkehren. Erst eine Stunde später merken wir, dass wir noch gar nicht alles gesehen haben, dass etwas weiter hinten nochmals genau gleich überwältigende Klippen stehen.

Echt jetzt, das ist bisher der schönste Ort in ganz Irland! Schöner geht es gar nicht.

wer findet Anita?

Es fahren hin und wieder ein Auto voll Touristen her, machen einen Spaziergang, kehren zurück und fahren wieder weg. Es ist touristisch überhaupt nicht erschlossen, keine Verkaufsstände, nur der Parkplatz. Und für das, dass es absolut Top-Wetter für Irland ist, absolut tote Hose. Insgesamt zählten wir einmal ganze zehn Pkw’s.

Wir können uns kaum erholen und spazieren die 300m insgesamt sicher fünf Mal, um immer wieder zu fotografieren und zu staunen. Natürlich erlebten wir auch den knallroten Sonnenuntergang auf den Klippen.

Nun ist es dunkel und es sind nur noch wir und ein anderes Womo hier, Schafe, Sterne, Klippen und Meeresrauschen.

Wir sind noch ganz baff und können noch gar nicht alles in Worte fassen. Warum es hier nicht mehr Touristen hat, ist mir echt schleierhaft. Hoffentlich bleibt das noch möglichst lange so, darum, kommt bitte nicht hierher… (Denn ihr habt doch weitergelesen, oder?)

heute Abend

Ach ja, hier ist wegen der Schafe striktes Hundeverbot. Tut mir leid für die Hundebesitzer…

Tagesetappe

  • 135km
  • 9,7 l Durchschnittsverbrauch
  • 45 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit
  • 2:56 h Fahrzeit 

Externe Links

Übernachtung

Ballycastle - Downpatrick Head*****
frei

einfacher Parkplatz

Koordinaten: 54.32285,-9.345829
N 54° 19' 22.3"  E -9° 20' 45"
letzter Besuch: 5.2019

Der Weg ist das Ziel 14.5.2019

Wir folgen einfach dem Wild Atlantic Way und landen auf einem Campingplatz, fast besser wie freistehen.

auf dem Campingplatz

Die Nacht in der traumhaften Umgebung geht wiedermal sehr schnell vorbei. Wir haben das Gefühl, es wird hier gar nie dunkel, Sonnenuntergang um ca. 22 Uhr und Aufgang schon um 5 Uhr, aber diesen haben wir bisher nicht bewusst mitbekommen, es ist einfach immer hell.

Wir wollen heute einfach dem Wild Atlantic Way folgen, ohne bestimmtes Ziel. Wir haben keine Sehenswürdigkeiten oder sonstiges geplant, wir lassen uns sozusagen von den blauen Schildern mit der Wellenlinie treiben.

Wir folgen der 314 Richtung Westen und sehen irgendwann ein braunes Schild zu einem Aussichtspunkt. Blinker stellen und immer der Strasse nach, allerdings hört diese Strasse dann in Ross Port plötzlich am Meer auf. Komisch, aber halb so schlimm, rechtsumkehrt (oder sagt man hier linksumkehrt?) und die 12km wieder durch eine Torflandschaft zurück auf die 314.

fertig lustig

Wir fahren bis Bellmulet, drehen dort um 180Grad und fahren danach auf der 313. Wenn wir dann auf der 1 sind, haben wir die Inselumrundet??? Das wären noch 312 Strassen… Wobei so schlimm wird es nicht kommen, denn wenig später sind wir auf der 59 Richtung Süden. Zwischendurch stoppen wir und machen Fotos, längere Aufenthalte gibt es aber nicht. In Malleranny zeigt das Schild wieder nach Westen auf die 319, und wir braven folgen stur ohne auf die Karte oder das Navi zu schauen.

Schafe

Dann fahren wir über die unspektakuläre Brücke bei Achille Sound und sind danach auf der grössten Insel Irlands. Es sieht etwas aus wie ein bisschen die Lofoten und wir geniessen die Fahrt. In Richtung Keel sind dann zwei Campingplätze ausgeschildert und als wir von weitem den Camping Park Sandybanks sehen, ist der Entschluss gefasst, ohne dass Anita und ich uns anschauen müssen. Weites, offenes Gelände, im Hintergrund Dünen und das blaue Meer, das sieht so einladend aus, dass wir gleich auf den Platz fahren. An der Reception bezahle ich nur 17€ und kann danach unser Knutschi hinstellen, wo wir wollen. Ist ja klar, dass wir unser Wohnmobil auf die Wiese mit direkter Meer- und Dünensicht hinstellen. Wow, was für ein Platz, das Nächste Womo oder Zelt mindestens 50m entfernt! Nicht mal frei stehen am Meer ist besser wie hier! Wir haben wiedermal ins Schwarze getroffen.

Während Anita die Schweinerei im Kühlschrank saubermacht (zwei Eier haben die Fahrt nicht schadlos überstanden) mache ich mich natürlich grad auf zum Strand. Und während ich noch nicht mal 10 Fotos gemacht habe, steht Anita auch schon hinter mir und wir machen einen kurzen Spaziergang und beobachten die grossen Wellen.

unterwegs

Etwas später vor dem Womo schauen wir die Karte an, wo wir eigentlich genau sind und was man hier machen könnte. Auch dieser Entschluss ist schnell gefasst, wir wollen mit dem Rad an den 8km entfernten Keem Beach. Was wir allerdings nicht bedacht haben, wir müssen vor dem Strand einen Pass überqueren und als wir ziemlich kaputt oben sind und von oben den Strand weit unten sehen, reicht uns das völlig. Was soll dort unten besser sein, wie an unserem Strand grad vor dem Womo?

ziemlich kaputt oben

Also drehen wir um, rasen die holprige Strasse nach unten und gehen kurz vor dem Campingplatz noch einkaufen. Auch halten wir die Augen offen nach einem Pub, wo wir heute Abend Fish and Chips essen können, denn gekocht wird heute nicht.

Nun ist es nach 17 Uhr, wir haben das Gefühl, dass wir freistehen und hören das Meer in den Ohren rauschen. Wenn der gleiche Lärm von einer Strasse kommen würde, würde man diesen Campingplatz sicher schlecht bewerten, aber weil es das Meer ist, ist es eben idyllisch (aber wirklich laut).

Tagesetappe

  • 166km
  • 9,5l Durchschnittsverbrauch
  • 51km/h Durchschnittsgeschwindigkeit
  • 3:12 Fahrzeit
  • Wetter: leicht bewölkt, 18 – 23 Grad
  • Fernsehstunden auf dieser Reise gesamt: 0

Übernachtung

Keel - Sandybanks*****
Camping

direkter Blick auf Dünen und Meer

Koordinaten: 53.97412,-10.07454
N 53° 58' 26.8"  E -10° 4' 28.4"
letzter Besuch: 5.2019

Perfekter Boxenstopp und Kylemore Abbey 15.5.2019

Wir waschen draussen bei einem Freiluft-Wäschesalon unsere Wäsche

Heute ist bei uns Haushalt angesagt. Wir sollten den LPG-Tank wiedermal füllen, die saubere Wäsche wird immer weniger und der Diesel neigt sich auch dem Ende zu. Zeit also, um morgens mit der Tagesplanung zu beginnen. In Castlebar finde ich eine Tankstelle, die auch LPG anbietet und nur zwei Kilometer davon entfernt einen von den tollen irischen Freiluft-Wäsche-Anlagen. Also einfach perfekt. Wir müssen nur grad einen Umweg von vielleicht 10km fahren, und einkaufen kann man dort grad auch noch. Also machen wir uns Abfahrbereit und düsen gegen 9 Uhr los.

Wir folgen weiterhin dem Wild Atlantic Way Richtung Süden und verlassen Achille Island. Das Wetter ist windig, zwischen leicht und stark bewölkt, das Meer meist auf der Beifahrerseite von Anita.

In Newport verlassen wir das erste Mal bewusst diese Strasse und fahren den kleinen Umweg nach Castlebar. Wir finden unser erster Freiluft-Waschsalon problemlos bei einer Tankstelle, parken unser Knutschi, nehmen alle dreckige Wäsche heraus und füllen sie in die kleinste von drei Trommeln (8kg). Stellen 40 Grad ein, wählen inklusive Waschmittel, wir müssen also nicht mal selber Wäschemittel in die Maschine geben, füllen den Automaten mit 5 € und lesen auf der Anzeige, dass die Wäsche in 39 Minuten fertig ist. Einfach cool, so etwas.

Als sich die Trommel mit Wasser füllt und sich zu drehen beginnt, fahren wir mit unserem Knutschi zur LPG-Tankstelle. Der Tankwart kommt sofort und entschliesst die Säule und wir können so problemlos unser Gasvorrat wieder auffüllen. Danach dasselbe mit dem Dieseltank und nach dem Bezahlen fahren wir wieder zur Waschstation zurück. Schon auf der Fahrt zum Parkplatz sehen wir, dass sich unsere Trommel noch dreht, wir müssen uns also nicht beeilen. Knutschi parkieren, und zur Waschmaschine schlendern. Just in dem Augenblick, als wir dort ankommen, ist die Wäsche fertig.

Jetzt können wir draussen vor der Tankstelle an der Hauptstrasse die Wäsche von der Waschmaschine in den Tumbler umlagern und Anita meint, 45 Minuten müssten wir schon einstellen. Man kann jeweils vierstelstundeweise wählen. Während wir da umlagern, kommt eine irische Hausfrau mit der gesamten Bettwäsche inklusive Bettdecken und füllt die 18kg Wäschetrommel. «Das sei doch eine super Einrichtung» meint sie und braust mit dem Auto wieder davon.

fast wie Schottland


Wir gehen in der Zwischenzeit einkaufen, denn die Vorräte neigen sich auch dem Ende zu. Allzu viel kaufen wir aber nicht ein, denn in den Pub’s ist Fish & Chips einfach super lecker und davon wollen wir auch noch mehr probieren.

Wir haben grad die Einkäufe verstaut und sind wieder bei der Wäschestation, als aufleuchtet, dass es noch eine Minute bis zum Ende geht. Wow, das ist wirklich ein perfekter Boxenstopp, keine Minute haben war da verschenkt. Und die Wäsche ist auch ganz trocken. Wir haben nun in nicht mal 90 Minuten alle Wäsche gewaschen und getrocknet, Eingekauft und vollgetankt. Jetzt haben wir ja viel zu viel Zeit…

Killary Harbour, der einzige Fjord Irlands

Egal, wir starten unser Knutschi und kehren auf den WAW zurück und folgen der Küste. Es ist wiedermal herrlich und als wir dann links vom Meer weg müssen, fahren wir durch eine Hochebene durch Berge und an Seen entlang, man könnte meinen, wir seien in Schottland! Uns gefällt es wiedermal super. Allerdings sind die Strassen ziemlich eng und holperig, aber daran haben wir uns ja schon gewöhnt und ausser die Eier gestern (oder war das vorgestern? Was für einen Tag haben wir heute überhaupt?) ist noch nichts in Bruch gegangen.

Nachdem wir den einzigen Fjord in Irland fast ganz umfahren haben, sehen wir den Wegweiser zum Parkplatz der Kylemore Abbey. Ist ja klar, dass wir da auch den Blinker setzen. Auf dem Busparkplatz, der auch für Womos ist, stehen in einer Linie sicher etwa 20 Wohnmobile aufgereit! Ups, damit haben wir nun überhaupt nicht gerechnet. Wo kommen die denn so plötzlich her? Wir zwängen uns irgendwo dazwischen und irgendwie ist uns die Laune auf dieses Kloster fast etwas vergangen. Darauf waren wir nun nicht vorbereitet. Aber ganz ehrlich, es ist DIE Attraktion von Irland, also muss man hier doch mit Touristen rechnen. Wir merken übrigens auch, dass diese Womos alle zusammengehören, es ist eine französische, geführte Womo-Tour durch Irland. Was es nicht alles gibt? Und fahren die im Konvoi, müssen alle am gleichen Ort stoppen, auf dem gleichen Campingplatz übernachten? Besser die wie wir…

findet ihr unser Knutschi in den franz. Womos?

Auf dem Weg zur Abby sieht man sie sehr schön über den See und es gibt super Fotos. Eigentlich haben wir diese schon im Kasten und wollen wir wirklich noch hinein? Wir schlendern bis zum Kassenhäuschen und lesen, dass es 14 € Eintritt pro Person kosten würde. Irgendwie sind wir gar nicht mehr so erpicht drauf, auch die Innenansicht zu sehen und entschliessen, dass wir das Geld lieber im Souvenirshop ausgeben. Ich erstehe mir endlich einen tollen Irland-Pullover, so dass ich nicht immer mit meinem angeschriebenen Scotland herumlaufen muss. Grün ist doch viel schöner, oder?

Nach der Abby habe ich einen Campingplatz im Visier, der mir empfohlen wurde und nur gerade 10km vom Kloster weg liegt. Auf dem Weg verfahren wir uns zwar noch kurz und als wir endlich den ersten und einzigen Wegweiser direkt zum Eingang des Platzes sehen, stutzen wir noch ein wenig. Hier runter, dieses steile, holprige Strässchen? Und das einzige was wir sehen, ist die Reception? Aber kein Stellplatz?

Kloster Kylemore Abby

Na gut, wir riskieren es, melden uns bei der netten, älteren Dame korrekt an, bekommen einen Zettel und wir sollen einfach dem Strässchen folgen. Und dann plötzlich taucht er vor unserer Nase auf, direkt am Meer, Wiesengelände und zwischendurch geschotterte oder asphaltierte Stellplätze. Wow, einfach wieder super! Ich werde jeden Tag grösserer Fan von irländischen Campingplätzen. Warum freistehen, wenn es so tolle Plätze am Ende der Welt gibt?

Als wir zwischen den wiesenbewachsenen Hügel endlich einigermassen gerade stehen, macht Anita noch den Rest des Haushaltes. Putzt Bad, Wohn- und Schlafzimmer, inklusive Küche und keine 30 Minuten später ist alles blitzeblank. Wenn man dies alles zu Hause im Haus machen müsste, wäre man Tagelang am Arbeiten, aber hier? Darum ist Womofahren so toll, denn jetzt sitzen wir vor dem Womo, schauen auf’s Meer hinaus und geniessen die Sonne (und den neuen Pulli).

Tagesetappe

  • 207km
  • 9,7 l Durchschnittsverbrauch
  • 44km/h Durchschnittgeschwindigkeit
  • 4:36 h Fahrzeit

Übernachtung

Tully - Renvyle Beach Caravan*****
Stellplatz

wie frei stehen und trotzdem die gesamte Infrastruktur

Koordinaten: 53.60607,-9.982261
N 53° 36' 21.9"  E -9° 58' 56.1"
letzter Besuch: 5.2019

Nicht unser Tag heute 16.5.2019

Heute klappt irgendwie unsere Planung überhaupt nicht

Regentropfen auf dem Womodach wecken uns heute Morgen. Ein scheuer Blick durch das Fenster verheisst nichts Gutes, graues Meer, grauer Himmel und im Spiegel graue Haare. Damit haben wir nun nicht wirklich gerechnet. OK, wir haben den Wetterbericht in den letzten Tagen nicht verfolgt, aber wir sind trotzdem überrascht.

Also packen wir zusammen und fahren weiter dem Wild Atlantic Way nach. Die Strasse ist heute Morgen besonders eng und rumpelt tut sie auch. Dazu sind wir glaub in der Rush-Our, so viel Verkehr hatten wir nun auf der Insel noch nie. Irgendwie nicht so wirklich prickelnd, auch die Aussicht durch den Regen nicht.

Nach einer halben Stunde bin ich etwas von dieser Fahrerei genervt und wir weichen auf die Hauptstrasse Richtung Galway aus. Wir beschliessen, bei diesem Wetter endlich mal ein Städtchen zu besichtigen.

wieder so ein Castle

Die Fahrt auf der Hauptstrasse ist dann wesentlich entspannter, auch das Wetter entspannt sich ein wenig und die Gegend mit den vielen Seen hat dem Meer in nichts nachzustehen. In Galway selber werden wir dann auf eine Geduldsprobe gestellt, viel Verkehr, keine Parkplätze und als wir nach der dritten Runde endlich einen Parkplatz haben aber hinter dem Womo ein grosses Wohnmobilparkverbotsschild prangt, bin ich echt angesäuert. Hätte ich doch bloss so einen mickrigen, 5m langen Kastenwagen und kein solches Ungetüm von Wohnmobil! Irgendwie ist es nicht mein Tag heute. Etwas entnervt steigen wir wieder ein und suchen weiter. Allerdings als wir wieder hinter der Stadt in den Aussenbezirken sind, entschliessen wir, nicht mehr umzudrehen und Galway halt nicht zu besuchen.

Etwas Lustlos folgen wir wieder den blauen Wegweisern, stoppen zwischendurch beim Duncuaire Castle und besichtigen es. Danach geht es quer durch die Muren, eine felsige Küstenlandschaft, die uns für einiges entschädigt. Aber auch hier sind die Fotos grau in grau und das bleibt so, bis wir in Doolin am kleinen Hafen ankommen und dort direkt auf den schönen Campingplatz fahren können.

Burenlandschaft

Wir sehen vom Womo aus die riesigen Wellen und die Gischt, die an den Felsen zerbricht. Die Wellen sind bestimmt 3m hoch und da erübrigt sich für uns eine Fahrt mit der Fähre auf die Aran Inseln, das würden wir nicht gesund überleben. Und auch mit einem Ausflugsschiff zu den Klippen von Moher lassen wir besser bleiben.

Irgendwie nicht unser Tag heute.

So sitzen wir im Womo, ich erstelle ein kleines Video, sichere endlich mal alle unsere Fotos und Anita kocht uns was ganz feines. Heute müssen wir noch den Wetterbericht studieren und unsere Planung für die nächsten Tage wahrscheinlich etwas anpassen. Wir werden das schon mischeln.

wer hat so denn Lust, eine Schifffahrt zu machen

Tagesetappe

  • 176km
  • 9,7l Durchschnittsverbrauch
  • 44km/h Durchschnittsgeschwindigkeit
  • 3:58 Std.

Übernachtung

Doolin - Nagles Camping****
Camping


Koordinaten: 53.01729,-9.400949
N 53° 1' 2.2"  E -9° 24' 3.4"
letzter Besuch: 5.2019

Fantastische Halbinsel um Kilkee 17.5.2019

Nur schon alleine wegen heute lohnte sich diese Reise.

Cliffs of Kilkee

Schon beim aufstehen wissen wir: heute wird es ein guter Tag! Auf dem Womodach prasselt nichts und wir haben schon frühmorgens gute Laune. Unser erstes Ziel ist nur 5km entfernt, aber wir haben von überall den Tipp bekommen, dass wir die Klippen von Moher entweder ganz früh oder ganz spät besuchen sollen. Wir entscheiden uns für früh und da wir in den nächsten Tagen eventuell frei stehen werden, füllen wir vor der Abfahrt den Wassertank und brausen schon vor 8 Uhr los.

Cliff of Moher

Auf diese Klippen waren wir wirklich gespannt, da hörten wir von «absolut fantastisch» bis «muss man nicht sehen, viel zu touristisch» alles. Aber wir wollen uns eine eigene Meinung bilden und fahren darum schon um 8 Uhr auf den grossen Parkplatz. Er ist noch praktisch leer und wir bezahlen die 8€ Eintritt oder/und Parkgebühren und machen uns sofort zu Fuss auf den Weg zu den Klippen.

Wir sind auf den ersten Blick begeistert, die Klippen sind wirkliche Klippen, fallen 200m senkrecht ins Meer und zwischendurch ragen Felsen steil mitten aus dem Meer empor. Und auch wenn dieser Ort von jährlich mehr als einer Million Touristen besucht wird, die Anlage ist toll in die Natur gelegt. Das Besucherzentrum ist quasi unterirdisch und auch der Klippenweg ist so angelegt, dass er vom Meer praktisch nicht einsehbar ist. Echt toll gemacht!

Cliff of Moher

Wir wandern den Klippen entlang und danach zurück ins Besucherzentrum. Während nun draussen ein Bus voller Touristen am andern herangekarrt werden, genehmigen wir uns im Kaffee ein kleines Frühstück. Danach lassen wir uns von einem Automaten mit verschiedenen Hintergründen fotografieren und können diese Fotos grad dort per Email an Freunde versenden. Wir senden die Fotos aber uns selber… Im Shop, wo sie Gift verkaufen, dem sogenannten Gift-Shop kaufen wir noch eine irische CD und endlich auch einen Pulli für Anita. Und Gift finden wir irgendwie trotz Namen nicht.

Wir verbringen etwa zwei Stunden auf dem Gelände, bevor wir weiterfahren.

Tipp:

Morgens und abends ist es wirklich am besten, wenn es nur noch wenige Touristen hat. Von den Fotos ist der spätere Nachmittag besser, morgens liegen die Klippen im Schatten und man sieht die Struktur weniger. Aber wir finden: allemal einen Besuch wert!

Nachtrag: das Email mit den Fotos von den Klippen erreichten uns 46 Tage später!

Cliffs of Kilkee

Unser nächstes Ziel sind die Klippen von Kilkee, nicht mal 50km weiter. Wir haben gehört, dass diese viel besser sein sollten, als das bisher gesehene. Können wir zwar nicht ganz glauben, aber eben, auch hier wollen wir eine eigene Meinung haben.

Auf dem Weg dorthin kommen uns zu Beginn viele Reisecars entgegen, aber das wussten wir. Da müssen wir manchmal stoppen und langsam kreuzen. Danach nach Kilkee unbedingt dem Wild Atlantic Way- Wegweiser folgen und die Dunlicky Rd nehmen. Echt jetzt, eine absolut fantastische Strasse, ganz schmal, überhaupt kein Verkehr und praktisch auf den Klippen! Eine fantastische Aussicht und ein Felsen mitten Im Meer nach einander. Da hätten wir wirklich etwas verpasst, hätten wir das ausgelassen! Wir stoppen mitten auf der engen Strasse, Warnblinker rein, und machen Fotos von der Küste. Wir können uns kaum erholen und dann mache ich ein Foto mit unserem Knutschi drauf und der Küste im Hintergrund. Aber genau in dem Moment, wo ich abdrücke, kommt ein Womo entgegen und versaut mir mein schönes Foto. Also schnell zurück hetzen und irgendwie Platz machen. Aber da steigt ein Ehepaar aus, und beginnen mit uns Schweizerdeutsch zu reden. Es sind tatsächlich, Leser unseres Blogs. Mit ihnen hatten wir vor der Reise Kontakt und scherzenshalber schrieben wir da einander, dass wir uns irgendwo treffen müssten, denn sie fahren den WAW von Süden und wir von Norden. Und dann hier, am A… der Welt, treffen wir uns wirklich! Was für ein Zufall!

Mist, ein fremdes Womo fährt mir ins Foto

Nach 10 Minuten schwatzen mitten auf der Strasse, klappen wir dann unsere Rückspiegel ein und zirkeln unsere Womos irgendwie vorbei, bis jeder wieder seinen eigenen Weg verfolgt.

Wir machen Pause auf dem kleinen offiziellen Parkplatz der Cliffs of Kilkee und bestaunen einfach die Gegend und machen auch einen kleinen Fussmarsch bis zur riesigen Brandung am Fusse der Klippen. Hier auf dem Parkplatz wäre ein fantastischer Ort, um die Nacht zu verbringen, aber wir haben noch nicht mal Mittag.

Bridges of Ross

Ohne Verkehr geht es weiter auf der kleinen Strasse Richtung Loop Head, bis wir einen Wegweiser zur «Bridges of Ross» (Brücke für Pferde?) sehen. Keine Ahnung, was das ist, aber wir setzen den Blinker und parkieren dort. Bei der Infotafel sehen wir, dass dies ein natürliche Brücke über das Meer sein sollte, wo man zu Fuss rüber kann. Allerdings sehen wir weit und breit keinen solchen Bogen und interpretieren dann, dass dieser sicher bei einem Sturm zusammengekracht ist. Aber da es einen schönen Fussweg entlang den kleineren Klippen und wir genügend Zeit haben, spazieren wir auch da dem Meer entlang.

Nach der zweiten Landzunge, ohne dass wir irgendwo eine Brücke sehen, will ich dann wieder umkehren und Anita meint: «Komm lass uns noch zur nächsten Ecke gehen und dort hinabschauen, wäre ja schön blöd, wenn da die Brücke doch noch kommen sollte.» Und tatsächlich, da gibt es einen grossen Bogen, wo das Meer unten durch fliesst und toll aussieht. Das wäre ja was gewesen, wenn wir da 50m zu früh umgedreht hätten!

Bridges of Ross

Ist jetzt für unseren Geschmack nicht ganz so toll wie die Cliffs of Kilkee, aber die 100m Umweg sollte man schon in Kauf nehmen.

Loop Head

Danach sind es nur noch ganz wenige Kilometer bis zum Leuchtturm und dem voranliegenden Parkplatz. Der Leuchtturm und die Gebäude sehen vom Land her super aus, besser wie von der Meerseite. Und das beste: es ist noch der alten Leuchtdrehmechanismus eingebaut, wo man sieht, dass sich etwas dreht und nicht nur eine LED-Diode, die blinkt. Das gibt Nachts dann sicher tolle Fotos!

Loop Head

Wir besichtigen den Leuchtturm und die kleine Ausstellung und machen auch einen längeren Spaziergang um die Halbinsel. Die Besichtigung ist jetzt nicht allzu berauschend, etwas was man nicht unbedingt sehen müsste, aber wir bezahlen die 5€ Eintritt sehr gerne, denn wir haben vor, hier auf dem Parkplatz zu übernachten und nachts noch ein paar tolle Fotos zu schiessen

Also diese Halbinsel um Kilkee rum muss man einfach sehen, wenn man den Wild Atlantic Way fährt!

Tagesetappe

  • 91km
  • 10m2 l Durchschnittsverbrauch
  • 39 km/h Durchschnittsgeschwindigeit
  • 2:17 h Fahrzeit

Übernachtung

Cavan - Loop Head***
frei

vor dem Leuchtturm

Koordinaten: 52.56102,-9.930355
N 52° 33' 39.7"  E -9° 55' 49.3"
letzter Besuch: 5.2019

Reisestrecken

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