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Nordkapp 2018
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Analoge Navigation und Vorbereitung

Wir werden in Marokko wohl wieder vermehrt analog unterwegs sein, und darauf muss ich mich erst vorbereiten.

In acht Tagen startet unsere Reise nach Marokko, höchste Zeit also, uns etwas vorzubereiten. Ich wollte zu allererst meine Navigon-Software mit der Karte von Marokko updaten. Aber da machte ich die Rechnung ohne den Hersteller, es gibt von Navigon keine Marokkokarten. Tja, wie navigiere ich nun und wie machen das die erfahrenen Marokkoreisenden? Nerven und Zeit um eine neue beste Navisoftware mit Marokkokarte zu suchen habe ich nicht. Und wenn man bedenkt, dass dort auch mein SAT-Internet nicht funktioniert, folglich auch der TV nicht, könnte man doch auf allen elektronischen Grümpel verzichten und uns einfach mehr auf das Land und die Leute einlassen.

Also schnell eine möglichst grosse Strassenkarte von Marokko organisiert (Massstab 1:800‘000 war das grösste, die ich fand). Na ja, so werden wir mit dieser Karte auskommen müssen. Und da wir wahrscheinlich nicht überall Internet haben, bereite ich auch alles andere auf Papier vor.

Ich druckte von vielen anvisierten Stell- und Campingplätzen Karten von Google-Maps aus und ordne sie in einen ganz altmodischen Ordner ein. Das Gleiche werde ich noch mit den anvisierten Sehenswürdigkeiten machen. So werden wir alle Infos die wir brauchen auch haben, wenn wir kein Internet oder kein Strom mehr haben. Irgendwie beruhigend. Und Bargeld werden wir auch mehr mitnehmen, wie normalerweise. Wo wechselt man die Dirham eigentlich am besten? Einen Teil im Hafen bei Ankunft oder schon auf der Fähre, damit wir für die Autobahngebühren schon etwas haben?

Na ja, so ganz auf alles Elektronische kann ich als Technik-Freak ja nicht verzichten. Unser Tracker wird auch weiterhin laufen, so dass wir jederzeit in Marokko über unsere Website aufgespürt werden können. Eine marokkanische Sim-Karte werde ich aber schon auch noch organisieren.

Der Reiseplan ist momentan so, dass wir am Sonntagabend nach meinem letzten Vortrag Richtung Spanien abfahren. Wenn wir die Nacht durchfahren würden, könnten wir eventuell am Montagmorgen in Barcelona auf die Fähre nach Tangar. Oder wir fahren innerhalb zweier Tage nach Südspanien und wären dann in beiden Fällen spätestens am Mittwoch in Marokko.

Danach wollen wir relativ zügig nach Marakkesch auf den Campingplatz in der Stadt und uns dort vom arabischen Treiben faszinieren lassen. Danach weiter südlich nach Sidi R’bat – Tiznit – Sidi Ifni – Guelmim und dann wieder zurück über Icht – Tafraoute – Tata – Mhamid – Merzouga – Bouarfa – Saidia.

In vier Wochen ist das doch sicher zu schaffen?

Ach ja, ich muss mein Womo noch Sandsicher machen, falls ein Sandsturm über uns hinweg bläst…

21.10.2017 - Hallo ihr Beiden, ich nutze seit langem HERE auf dem Smartphone und Tablet. Kostenlos, Offline Karten, auch für Marokko. Für jemanden der ganz ohne Technik nicht kann, sicher eine Alternative. Danke für den Blog und einen schönen Urlaub. Kommt heile wieder. Grüße aus Norddeutschland, Peter

Peter


21.10.2017 - Hallo Rolf die Strecke sollte in 4 Wochen zu schaffen sein, die Strassen sind überwiegend auch für Womos gut zu befahren. Ueberland mit Karten problemlos zu navigieren, in grossen Städten ist ein Tablet od. Navi schon hilfreich. Selber haben wir mit Garmin und OSM Karten sowie Maps Me auf dem Tablet navigiert, funktioniert einwandfrei. Bargeld könnt ihr an Bancomaten überall beziehen, allerdings sind die tiefe Limiten üblich. Dadés und Toudra Schlucht gäben im Abendlicht auch noch ein paar tolle Fotos. Uebrigens der Plastikmüll am Strassenrand bleibt euch nach Grichenland leider auch in Marokko erhalten. Trotzdem ein faszinierendes Land mit tollen Landschaften und überwiegend freundlichen Leuten. Grüsse aus dem Thurgau Marius

Marius


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