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Morschach Schweiz 2014
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Auf dem Alalinhorn

Anitas erster 4000er und ein Lawinenniedergang

schon wieder im Abstieg

Um halb sechs Uhr ist in unserem Womo Tagwache. Wechselrichter und Kaffeemaschine einschalten, Kaffee trinken, Bergbekleidung anziehen, Klettergurt anschnallen, Rucksack umhängen und die fünf Minuten zur Bergbahn laufen.

Dort ist alles perfekt Schweizerisch geplant: um 6:15 Uhr dürfen die Akkreditierten Trainer der Ski-Teams die Bergbahn betreten, um 6:20 Uhr die Tourengeher wie wir, um 6:30 Uhr die Skifahrer und ab 7 Uhr die „normalen“ Leute.

40 Minuten später kommen wir bei herrlichstem Wetter auf 3500m an, wir montieren unsere Steigeisen, cremen uns mit Sonnencreme voll und marschieren schliesslich um halb acht los.

Der Schnee ist wegen der kalten Nacht hart gefroren, perfekte Bedienungen also. Rund 20 Minuten später seilen wir uns an, da es ab jetzt über den Gletscher geht. Anita läuft vorne, ich wortlos hinterher. Die Natur macht uns einmal mehr sprachlos, bizarre Eisformationen vor dem knallblauen Himmel, weisser Schnee und weit unten im Tal ein sattes Grün.

Der Aufstieg ist nicht gefährlich, trotzdem ist es besser, wir stolpern nicht, es geht denn schon richtig runter. Schon knapp nach 9 Uhr stehen wir auf dem Gipfel! Was für ein Gefühl! Anita steht zum ersten Mal auf einem 4000er, ich bin mega stolz auf sie. Die Fernsicht ist Gewaltig, Matterhorn, Mont Blanc und wie alle anderen Berge auch heissen. Tausende von Bergspitzen sehen wir!

Im Abstieg kommen uns sehr viele Bergsteiger entgegen, waren wir so früh dran oder diese so spät? Der Schnee wird weicher, das Wetter wärmer und dadurch wegen den Spaltenstürzen auch etwas gefährlicher. Schon um halb elf sind wir wieder unten und wir sehen, dass erst jetzt eine Seilschaft startet. Arg spät dran und ich hätte ein schlechtes Gefühl, bei diesem warmen Wetter noch den Aufstieg unter die Füsse zu nehmen.
Wir machen es uns erstmal im Restaurant gemütlich und essen einen Happen. Danach besichtigen wir noch die Eisgrotte. Echt faszinierend! Leider ist ein Stollen ab der Mitte wegen Lawinengefahr geschlossen, sogar einen Alarmknopf hat es da. Was für ein mulmiges Gefühl. Wir drehen um und plötzlich hinter uns ein riesiges Getöse, das Licht löscht und es wird immer lauter. Alles bricht zusammen und wir rennen wie in Panik dem Ausgang zu. Das Herz ist uns beiden in die Hosen gefallen und hinter uns ein riesiges Gelächter. Andere Besucher haben auf den „Alarmknopf“ gedrückt, und dieser simuliert einen Lawinenniedergang. Wie sollten wir das wissen, dass dies nur Show ist? Na ja, dann haben wir einfach mitgelacht….

Übernachtung

Saas Fee - P4***
Stellplatz

ebene Fläche, auch im Winter benützbar, viele Vergünstigungen bei den Bahnen

Koordinaten: 46.110545,7.933497
letzter Besuch: 8.2016

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