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Demontage von geklebten Flex-Solarpanels

Ich habe meine Solarpanels heute demontiert und das ging eigentlich besser wie erwartet.

Panels weg und dann sieht es richtig Scheisse aus

Unsere 280Watt Solaranlage bringt bei schönstem Wetter nur noch 5.3 Ah an Ladeleistung, eindeutig zu wenig und nur knapp einen Drittel von letztem Jahr. Irgend etwas stimmt da nicht mehr. Das darf nicht sein und darum werden diese Woche die Solarpanels zurück an den Verkäufer gebracht und zwei neue Panels abgeholt. Unser Verkäufer Autosolar wird dann nachschauen, warum die Panels nicht genug Leistung liefern. Sobald wir den Grund wissen, wird darüber ein anderer Blogeintrag erscheinen.

Aber heute musste ich zuerst einmal unsere Panels vom Dach reissen. Da hatte ich echt Respekt, da ich weiss, dass ich unsere Panels direkt auf das Dach geklebt habe und zwar nicht zu knapp mit dem Leim. Die gute Nachricht: die Panels hätten locker nochmals 10 Jahre auf dem Dach gehalten…  Und nochmals eine gute Nachricht: ich konnte beide Panels Rückstandsfrei innerhalb eines Nachmittags entfernen. Etwas weniger gut: unser GFK-Dach hat sich unter den Panels gelb verfärbt, wahrscheinlich von der Hitze der Solarzellen. Diesen Gelbstich konnte ich nicht eliminieren und so muss ich die Panels also wieder an der gleichen Stelle aufkleben. Also wenn man einmal semiflexible Panels aufgeklebt hat, werden die Panels die ganze Lebenszeit des Womos an jener Stelle liegen, sonst sieht man gelbe Stellen, und zwar nicht zu knapp.

Wenn der Leim weg ist und alles etwas gereinigt, schon besser

Also, zuerst musste ich mal das richtige Werkzeug organisieren, den die Panels einfach so mal schnell wegreisen geht gar nicht, die bewegen sich keinen Millimeter. Zur Auswahl an Werkzeugen standen von einem geraden Stechspaten, über Spachtel, Rasenabstechding bis zur dünnen Pizzaschaufel einiges an Auswahl. Bewährt hat sich dann ein Tapeten- und Plättliabkratzer vom Migros Baumarkt für 16.-. Er heisst ScrapeMaster 10mm, ist ziemlich stabil und hat eine gerade, scharfe Kante. Mit diesem konnte ich alle Leimresten rückstandsfrei vom Dach schaben. Es gab zwar Arbeit, aber jetzt ist alles weg und blitzeblank. Der schwierigste Teil war die erste Ecke, bis die richtig gelöst war. Danach ging es eigentlich wirklich gut, mit Kraft reisen und mit dem Schaber unter dem Panel den Leim lösen. Es dauerte keine 5 Minuten und die Panels waren weg.

mein Werkzeug, das sich bewährt hat. ScrapeMaster 10mm von der Migros

Danach mit diesem Schaber den Leim vom GFK kratzen, ist etwas eine Sisyphus-Arbeit, aber geht eigentlich mühelos. Ist einfach etwas Zeitaufwendig, pro Panel ca. eine Stunde. Danach habe ich das Dach gründlich gereinigt und mit verschiedensten Mitteln versucht, diese gelben Verfärbungen zu entfernen. Kein Mittel kann ich dazu empfehlen, nicht mal mein geliebtes Sagrassatore. 

Ich vermute mal, dass diese gelben Stellen wegen der Hitze der Solarzellen entstanden sind, denn dort wo es keine Solarzellen hatte, war es darunter auch nicht gelb. Auch dort wo der Leim war, der war noch weiss, aber darunter das GFK war trotzdem Gelb. Also muss es mit der Hitze einen Zusammenhang geben.

Aber da nachher wieder gleiche Panels auf die gleichen Stellen kommen, ist das nicht so tragisch.

Die andere Möglichkeit, die manchmal angewendet wird, die Ersatzpanels einfach über die alten kleben. Davon würde ich jetzt abraten, so viel Arbeit wie befürchtet gibt die rückstandsfreie Entfernung der Panels nämlich nicht.


Externe Links

24.6.2019 - Hallo ihr Beiden, ein bisschen über 2 Jahre auf dem Dach und schon so ein starker Leistungsverlust, das habe ich in den letzten Monaten schon öfters gehört und auch in der direkten Bekanntschaft miterlebt. Ich habe in den flexiblen Modulen das Vertrauen so gut wie komplett verloren. Sehr schade, wollten wir doch noch das Alkovendach damit bekleben. Euch noch eine schöne Zeit und berichtet weiterhin so fleißig. LG von den Zäpfchens

- Markus


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