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Pont du Gard Frankreich 2015
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Drohnenerfahrungen

Seit etwas über drei Monate habe ich nun meinen fliegenden Fotoapparat, hier einige Tipps und Erfahrungen.

Es hat ja nichts direkt mit Wohnmobilen zu tun, aber da viele Wohnmobilisten begeisterte Fotografen sind, nehme ich dieses Thema auf.

Ich habe die DIJ Phantom 3 Advanced für knapp 800€, ein für mich perfektes Modell, einfach zu fliegen (wirklich einfach) und macht sehr gute Fotos, das auch im RAW-Format, wo man die Fotos dann besser weiterverarbeiten kann.

Diese Drohne könnte 500m hoch und 2km weit weg fliegen, erlaubt sind aber höchsten 150m Höhe und auf Sichtweite, das sind so ca. 400m.

Meine Erfahrungen bis jetzt sind vorwiegend positiv. Es ist schon super, wenn man bei  Motiven auch mal aus der Luft oder vom Meer her fotografieren kann. Allerdings muss ich auch sagen, dass zu viele solche Fotos schnell mal langweilig werden. Es hat sich bei mir in ungefähr so eingebürgert, dass etwa 90 % meiner Fotos konventionell sind und nur 10% von der Drohne. Bin ich an einem schönen Ort, ist die Drohne schlussendlich vielleicht 10 Minuten in der Luft, mache meine Fotos und fertig ist der Spass. Mein zweiter Akku für die zweiten 20 Minuten Flugzeit hätte ich mir sparen können. Beide Akkus zusammen habe ich bis jetzt noch nie geleert, höchstens am Anfang beim üben… Allerdings habe ich plötzlich begonnen , auch Videos zu drehen, was mich vorher nicht interessiert hat. Es ist also Suchtpotential vorhanden. Die Videos der Drohne haben schon eine unwahrscheinlich gute Bildqualität, auch bei starkem Wind völlig wackelfrei und ruhig, sowas hätte ich nie gedacht. Allerdings braucht man danach auch wieder sehr viel Zeit, um die Videos zu schneiden, und diese investiere ich momentan noch nicht.

Es gibt einige Vorschriften und Verbote, wo man nicht fliegen darf, und diese sind weit mehr, als man meint. Diese Flugverbotszonen sind in dieser Drohne einprogrammiert und beim Start stellt man dann fest, dass die Drohne die Motoren nicht startet und ein Hinweis auf dem Display erscheint. Finde ich eine sinnvolle Sache. Ok, man kann diesen No-Start-Warning umgehen und dennoch starten… Auf der Website my-road.de/drohnen-gesetze-weltweit/ findet man auch alle Drohnengesetze der verschiedenen Ländern, ist sehr hilfreich.

Ich habe nun schon von einigen Campingplätzen einige Flugaufnahmen gemacht. Vorher fragte ich jeweils den Besitzer, die mir immer das OK gegeben haben, als ich ihnen sagte, ich sende ihnen dann einige Fotos zur freien Verfügung. Alle waren danach begeistert. Auch fragte ich jeweils die umliegenden Camper, ob sie etwas dagegen hatten. Noch keiner hat abgelehnt, im Gegenteil, sie kommen interessiert dazu und fragen danach, ob ich nicht von ihnen auch noch ein Flugfoto machen kann. Also echt nur positive Erfahrungen.

Ich führe immer einen Nachweis der Haftpflichtversicherung mit (Vorschrift in der Schweiz und anderen Ländern) wo auch Modell-Flugobjekte inbegriffen sind. Dazu habe ich ein Zertifikat als Drohnenpilot www.safe-drone.com/de/ erworben (Prüfung ist kostenlos). Das führe ich jeweils mit, falls es mal irgendwo Probleme geben sollte, sozusagen als Beweisstück, wenn ein Motzer kommt, der keine Ahnung vom Ganzen hat. Habe ich aber noch nie auch nur Ansatzweise gebraucht.

Fazit

Ich bin von den Fotos und Videos meiner Drohne begeistert, auch wenn man schlussendlich viel weniger fliegt, als man das zuerst gedacht hat.

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