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Naehe Tromso Norwegen 2014
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Durchreise Schweiz

Ein paar Tipps und Infos für Wohnmobilisten, die durch die Schweiz reisen.

Die Schweiz ist ja noch ein Wohnmobil Entwicklungsland, was die Infrastruktur angeht. Wenige Stellplätze, wenige Entsorgungsstellen. Darum eine kurze Zusammenfassung, was man beachten muss, wenn man mit dem Womo durch die Schweiz reist-

Vignette

Für Womos bis 3.5t auf Autobahnen muss eine Vignette gekauft werden, 40.- an jeder Tankstelle, beim Grenzübergang oder an den angrenzen Raststätten der Nachbarländer zu kaufen. Jahresvignetten haben eine Gültigkeit 1. Dezember des Vorjahres bis zum 31. Januar des Folgejahres, es gibt keine kleineren Einheiten. Es muss auch für Anhänger unter 3.5 t eine Vignette gelöst werden.

Für Womos über 3.5 t muss die Schwerverkehrsabgabe gezahlt werden. Ausländisch immatrikulierte Womos bezahlen ca. 3.25 sFr. pro Tag (für 10 frei wählbare Tage, oder ca. 60.- pro Monat). Bezahlbar jeweils an den Grenzübertritten. Achtung: auch zu bezahlen, wenn man keine Autobahnen benützt und auch dann für jeden Tag, den man sich in der Schweiz aufhält, egal ob gefahren wird oder nicht. Einige Tipps zur Schwerverkehrsabgabe für Womos.

Anhänger dürfen übrigens höchsten 80 km/h fahren, auch wenn ein 100 Schild drauflebt!

Entsorgung

Entsorgungsstellen an den Hauptverkehrsstrecken sind hier auf dieser Karte ersichtlich. Allzuviele sind es nicht, aber auf den Durchfahrtsstrecken Richtung Süden und Westen kommt man immmer an irgend einer vorbei.

LPG und Diesel

Ähnlich sieht es bei den LPG-Gastankstellen aus, da hat es ebenfalls wenige, wobei auf den Autobahnen sind die meisten und jeweils auch gut beschriftet. Das LPG ist viel teurer wie in den Nachbarländern, ebenfalls der Diesel, da auf keinen Fall auf der Autobahn tanken. Ist sonst schon sehr  teuer in der Schweiz, auf der Autobahn aber nochmals mindestens 10 Rp pro Liter mehr wie auf den Hauptstrassen.

Routen

Natürlich ist die Gotthardroute die Strecke, die am direktesten nach Süden führt. Aber eben auch die, die am meisten Verkehr und am meisten Stau hat. Vor allem zu Ostern und natürlich zu Ferienbeginn und Ende sind da stundelange Wartezeiten einzuplanen. Es staut da an extremen Tagen auch die ganze Nacht hindurch.

Die Route über den San Bernardino (Chur) also auch mal prüfen, ob die auf der Strecke liegt. (über Stuttgart – Ulm fahren, statt nach Basel) Von Basel ist diese Route 80km länger, aber viel weniger Verkehr. Der neuralgische Punkt liegt auf der Umfahrung Zürich, aber wenn man dort nicht gerade um den Feierabend oder Morgenverkehr kommt, meistens kein Problem. Der Aufstieg bis zum San Barnardino-Tunnel (Tunnel ist halb so lang wie Gotthard) ist etwas steiler wie der Gotthard, für ein Womo aber problemlos zu machen und alles Schnellstrasse.

Kommt man also vom Bodensee her gibt es bei Punkt "Weite Heuwiesen" (47.096001, 9.509018 Autobahnausfahrt Vaduz) einen tollen freien Übernachtungsplatz, der WC und Wasser hat und man auch Platz für ein offenes Feuer auf den vielen Feuerstellen findet. Für Kinder einfach perfekt. Fährt man diesen Punkt zu Geschäftsöffnungszeiten an, kann man bei der Firma Müller Azmoos (47.103112, 9.499193) für 10.- CHF sein Fahrzeug auch gleich auf 10kg genau wägen lassen…

Übernachten

In der Schweiz darf man auf Parkplätzen übernachten, kein Problem aber wie fast überall ist campieren verboten.

8.4.2017 - Hallo zusammen Tolle Zusammenfassung. Der Gotthard ist generell ein Riesenproblem. Bereits gestern, an einem normalen Freitag Nachmittag waren es wieder 12 km Stau. Entweder kann man den mitten in der Woche durchfahren oder man umfährt in, wie von euch vorgeschlagen, grossräumig. LG

- Janine


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