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Fährüberfahrt Rotterdam - Hull

Von Rotterdam nach Hull hat unsere Fähre von P&O Ferries 12 Stunden. Die Strecke beträgt 378km.

Abendstimmung

Einchecken

Übers Internet muss man die Fährfahrt reservieren und bezahlen. Je nach Wochentag sind diese Fahrten zum Teil relativ früh ausgebucht. Wir haben über zwei Monate zum Voraus gebucht und nicht mehr alle Möglichkeiten waren offen. Man muss also ziemlich früh dran sein.

Am Fährhafen öffnet dann die erste Schranke um ca. 16 Uhr. Dort muss der Ausdruck der Reservation abgegeben werden, Pässe gezeigt und schon erhält man die Bordingkarte und die Kabinenschlüssel. Das ganze dauert keine zwei Minuten, man muss das Auto nicht mal verlassen dafür.

Die eigentliche Fährauffahrt öffnet ca. um 17 Uhr. Mit dem PW muss man eine steile Rampe hochfahren in das dritte Autodek. Mit dem Womo nimmt man das ebenerdige Lastwagendeck. Die Einfahrt ist sehr geräumig, wird aber ziemlich voll parkiert und auch eng aufeinander. Ist aber kein Problem, es wird nicht gestresst und man wird genau eingewunken. Ab ca. 19 Uhr ist die Fähre dann voll und man darf nicht mehr zum Womo und auf die Autodeck. Also einen Rucksack mit Schlafanzug und Übernachtungsutensilien bereit machen, auch eine warme Jacke unbedingt einpacken.

Pride of Hull

Unsere Fähre ist von 2001 und war bis 2004 die grösste Fähre der Welt. Die Ausmasse sind riesig, 250 Pkw, 285 Lastwagen und 250 Container finden Platz darauf. Dazu hat es insgesamt 556 Kabinen für 1360 Passagiere, ist 215m lang, und fast 32m breit.

Nachtessen muss man bei der Buchung reservieren, hatten wir zum Glück nicht. Es geht da zu und Herr wie in einem Hotel auf Mallorca, schlangenstehen vor der Türöffnung. Es hat auch ein Starbucks Caffee, wo man leckeren Kaffee und kleine Zwischenverpflegungen zu sich nehmen kann. Zwei Dutyfreeshops für die übliche Ware und ziemlich viele Bars und Unterhaltung. Sogar ein Kino mit englischen Filmen gibt es.

Internet gibt es auch, 3 Pfund Sterling für 90 Minuten und ziemlich langsam.

Als Passagier kann man nur hinten hinaus auf verschiedene kleine Decks draussen. Von daher ist die Aussicht nicht wirklich interessant, da man nur nach hinten sieht. Allerdings sind die Decks sicher 30m über dem Wasserspiegel, also wirklich sehr hoch oben.

Wissenswertes

Kabinen müssen meines Wissens zu der Fährfahrt gebucht werden, sie sind aber ziemlich klein und die Betten müssen von der Wand runter geklappt werden. Die Matratzen sind sehr dünn und das Bett schmal. Dusche und WC ist klein, aber mit viel heissem Wasser und auch trockene Handtücher gibt es. Ringhörig ist es auch, die Leute der übernächsten Kabinen konnten wir jedes Wort verstehen, geschlafen haben wir aber trotzdem gut.

Wir hatten ruhigen Seegang, aber das Schaukeln auf dem Schiff spürt man deutlich. Anita ist nicht Seegängig und musste Reisetabletten einnehmen. Damit überstand sie die Überfahrt problemlos (war auch schon anders).

Mir gefällt es im Womo besser wie auf der Fähre und da bin ich froh, als wir wieder an Land fahren können, auf der linken Spur!

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