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Marokko 2017
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Fähre Barcelona - Tanger mit dem Wohnmobil

Tipps und unsere Erfahrung auf der Fährstrecke Barcelona - Tanger inklusive der Einreise in Marokko. Wie man alle Hürden ohne Probleme meistern kann.

All diese Angaben benutzten wir mit der Fährlinie GNV, einer Tochtergesellschaft der Grimaldi Lines.

Anfahrt zum Hafen Barcelona

Ab Barcelona immer dem Wegweiser Port folgen, dieser ist schon sehr früh angezeigt oder das Navi programmieren.  Unseres hat uns sehr direkt an den grossen Kreisel geführt, ab dem sich die verschiedenen Gesellschaften und Kreuzfahrtspier mit Wegweiser gekennzeichnet sind. Fährt man mit der GNV muss man dem Wegweiser Grimaldi Lines folgen. Das für uns wichtige Gebäude hat die Koordinaten 41.363459, 2.172956

Check-In mit Ticketkauf

Muss man zuerst noch die Tickets kaufen, vor dem Gebäude parken und die Tickets am Schalter kaufen. Sich am Schalter nicht abwimmeln lassen, denn sie vermuten, dass alle schon eine Reservierung haben. Es wird spanisch, italienisch und französisch gesprochen, kein Problem also mit der Sprache. Allerdings braucht man zum Kauf der Tickets den Fahrzeugausweis und die Reisepässe. Nach dem Bezahlen erhält man dann den Reservierungszettel für das Parking und ab jetzt geht alles wie, wenn man reserviert hätte.

Wir empfanden den Preis bei der Direktbuchung  genau gleich teuer wie bei der Internetbuchung. Allerdings hat man bei der Direktbuchung vor Ort grössere Chancen, noch ein Ticket zu bekommen, wenn es knapp mit dem Platz wird. Bei uns mit der Fahrt am Montagmorgen war die Fähre nicht mal halbvoll.

Checkin mit Reservierung

Besitzt man schon eine Reservierung, diese unbedingt ausdrucken und um das Gebäude fahren, wo man mit diesem Zettel auf das Parking/Verlademole fahren darf. Eingangs bei der Parkschranke gibt es einen Stempel auf das Papier. Das Parking öffnet ca. zwei Stunden vor Abfahrt auf.

Hat man diese Stempel auf dem Zettel, muss man wieder zurück an den Schalter im Gebäude und erhält dort die Tickets. Es nützt also nichts, wenn man die Reservierung elektronisch hat, Papier ist gefragt.

Das Beladen der Fähre geht dann schnell und einfach.

Fahrt nach Tanger

Die Fahrt dauert ca. 30 Stunden (unsere Fähre war zwei Stunden zu früh in Tanger). Viel los ist auf dem Schiff nicht, die Restaurants machen nur zu den Essenszeiten auf und draussen gibt es nicht viele Sitzgelegenheiten. Unbedingt Getränke mitnehmen, denn kaufen kann man sie nur an der Bar und zum Essen in den Restaurants.

Während der Fahrt ist im Innern des Hauptdecks ein Polizist anwesend, wo man ein Einreiseformular ausfüllen und mit dem Reisepass die Registration bei der Polizei schon auf dem Schiff machen kann. Wieder sind dort zwei Stempel auf Papier und im Pass notwendig, damit erspart man sich diese Prozedur am Einreisehafen. Wir liessen unsere Pässe im Auto und darum mussten wir das dann am Hafen nachholen, war aber kein Problem, aber viel Zeitverlust.

Besonderheiten

Wie ihr wisst, nehmen wir häufig auf den Fähren die Junior-Suite, damit wir einfach etwas mehr Platz haben. Auf diesem Schiff waren die ganz vorne und wir hatten herrliche Aussicht auf den Bug.

Im Allgemeinen ist das Schiff halt schon eher marokkanisch wie italienisch, überall etwas geflickt, nicht ganz alles funktioniert und auch nicht so glänzend wie auf anderen Fähren. Aber alles ok.

Auf dem ganzen Schiff wird italienisch und französisch gesprochen. Ein paar Durchsagen erfolgen sogar auf Deutsch.

Es gibt W-Lan auf Teilen des Schiffes, wie auf allen anderen der Grimaldi-Lines, ist aber ziemlich teuer und langsam. Unseres war nur gerade Defekt. Zwischendurch hat man auch Mobile-Empfang von den spanischen Anbietern vom Festland, aber nicht überall und nicht regelmässig.

Auschecken und Einreise in Marokko

Fährt man von der Fähre muss man beim ersten Polizisten die auf dem Schiff abgestempelten Zettel und den Reisepassstempel zeigen. Ist alles ok, fährt man ca. einen Kilometer weiter bis so zu Zahlhäuschen vor dem Zoll. Dort hat es dann meistens Stau. Bei so einem Zahlhäuschen muss man sich einen Zettel in Dreifachausführung holen, Name, Passnummer, Fahrgestellnummer, Nummernschild und Automarke markieren und den ausgefüllten Zettel im Häuschen registrieren lassen. Eventuell füllt ein offizieller mit Warnweste oder sonst wie beschriftet diesen Zettel anhand des Fahrzeugausweises aus. Will ein nicht gekennzeichneter Herr behilflich sein und den Zettel für die Ausländer ausfüllen, will er danach Bonbons (Bezahlung mit Geld, am liebsten Noten), also abwimmeln und selber ausfüllen, geht nämlich einfach oder am Häuschen ausfüllen lassen. Wichtig ist, dass der Zöllner im Häuschen diese Zettel registriert.

die Zahlhäuschen

Danach geht es im Schrittempo oder noch viel langsamer mit einem gedrängten, chaotischen, nicht funktionierenden Reisverschluss-System in den Zoll. Dort muss man die Reisepässe, den Fahrzeugschein und die drei Zettel, die man 50m vorher bekommen hat zeigen. Die Zettel nimmt der Zöllner mit und kommt dann irgendwann wieder und gibt einem zwei abgestempelte Zettel wieder zurück. Je nach Lust und Laune durchsucht er dann das Womo (Touristen werden meistens verschont, wir mussten nicht mal eine Türe öffnen) und wenn er es für gut befindet, darf man weiterfahren, wenn man dann Platz hat. Nun ist man in Marokko!

Es gibt sehr viel Polizisten überall bei diesen Punkten und auch viele Jünglinge, die Betteln und von den Polizisten regelmässig vertrieben werden. Wir beobachteten, dass viele einheimische Reisenden diesen Sandwich, Gebäck etc gaben, aber auf keinen Fall Geld.

Wir brauchten für das ganze Prozedere der Einreise rund zwei Stunden.

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