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Cave of Diros Griechenland 2017
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Fantastische Halbinsel um Kilkee

Nur schon alleine wegen heute lohnte sich diese Reise.

Cliffs of Kilkee

Schon beim aufstehen wissen wir: heute wird es ein guter Tag! Auf dem Womodach prasselt nichts und wir haben schon frühmorgens gute Laune. Unser erstes Ziel ist nur 5km entfernt, aber wir haben von überall den Tipp bekommen, dass wir die Klippen von Moher entweder ganz früh oder ganz spät besuchen sollen. Wir entscheiden uns für früh und da wir in den nächsten Tagen eventuell frei stehen werden, füllen wir vor der Abfahrt den Wassertank und brausen schon vor 8 Uhr los.

Cliff of Moher

Auf diese Klippen waren wir wirklich gespannt, da hörten wir von «absolut fantastisch» bis «muss man nicht sehen, viel zu touristisch» alles. Aber wir wollen uns eine eigene Meinung bilden und fahren darum schon um 8 Uhr auf den grossen Parkplatz. Er ist noch praktisch leer und wir bezahlen die 8€ Eintritt oder/und Parkgebühren und machen uns sofort zu Fuss auf den Weg zu den Klippen.

Wir sind auf den ersten Blick begeistert, die Klippen sind wirkliche Klippen, fallen 200m senkrecht ins Meer und zwischendurch ragen Felsen steil mitten aus dem Meer empor. Und auch wenn dieser Ort von jährlich mehr als einer Million Touristen besucht wird, die Anlage ist toll in die Natur gelegt. Das Besucherzentrum ist quasi unterirdisch und auch der Klippenweg ist so angelegt, dass er vom Meer praktisch nicht einsehbar ist. Echt toll gemacht!

Cliff of Moher

Wir wandern den Klippen entlang und danach zurück ins Besucherzentrum. Während nun draussen ein Bus voller Touristen am andern herangekarrt werden, genehmigen wir uns im Kaffee ein kleines Frühstück. Danach lassen wir uns von einem Automaten mit verschiedenen Hintergründen fotografieren und können diese Fotos grad dort per Email an Freunde versenden. Wir senden die Fotos aber uns selber… Im Shop, wo sie Gift verkaufen, dem sogenannten Gift-Shop kaufen wir noch eine irische CD und endlich auch einen Pulli für Anita. Und Gift finden wir irgendwie trotz Namen nicht.

Wir verbringen etwa zwei Stunden auf dem Gelände, bevor wir weiterfahren.

Tipp:

Morgens und abends ist es wirklich am besten, wenn es nur noch wenige Touristen hat. Von den Fotos ist der spätere Nachmittag besser, morgens liegen die Klippen im Schatten und man sieht die Struktur weniger. Aber wir finden: allemal einen Besuch wert!

Nachtrag: das Email mit den Fotos von den Klippen erreichten uns 46 Tage später!

Cliffs of Kilkee

Unser nächstes Ziel sind die Klippen von Kilkee, nicht mal 50km weiter. Wir haben gehört, dass diese viel besser sein sollten, als das bisher gesehene. Können wir zwar nicht ganz glauben, aber eben, auch hier wollen wir eine eigene Meinung haben.

Auf dem Weg dorthin kommen uns zu Beginn viele Reisecars entgegen, aber das wussten wir. Da müssen wir manchmal stoppen und langsam kreuzen. Danach nach Kilkee unbedingt dem Wild Atlantic Way- Wegweiser folgen und die Dunlicky Rd nehmen. Echt jetzt, eine absolut fantastische Strasse, ganz schmal, überhaupt kein Verkehr und praktisch auf den Klippen! Eine fantastische Aussicht und ein Felsen mitten Im Meer nach einander. Da hätten wir wirklich etwas verpasst, hätten wir das ausgelassen! Wir stoppen mitten auf der engen Strasse, Warnblinker rein, und machen Fotos von der Küste. Wir können uns kaum erholen und dann mache ich ein Foto mit unserem Knutschi drauf und der Küste im Hintergrund. Aber genau in dem Moment, wo ich abdrücke, kommt ein Womo entgegen und versaut mir mein schönes Foto. Also schnell zurück hetzen und irgendwie Platz machen. Aber da steigt ein Ehepaar aus, und beginnen mit uns Schweizerdeutsch zu reden. Es sind tatsächlich, Leser unseres Blogs. Mit ihnen hatten wir vor der Reise Kontakt und scherzenshalber schrieben wir da einander, dass wir uns irgendwo treffen müssten, denn sie fahren den WAW von Süden und wir von Norden. Und dann hier, am A… der Welt, treffen wir uns wirklich! Was für ein Zufall!

Mist, ein fremdes Womo fährt mir ins Foto

Nach 10 Minuten schwatzen mitten auf der Strasse, klappen wir dann unsere Rückspiegel ein und zirkeln unsere Womos irgendwie vorbei, bis jeder wieder seinen eigenen Weg verfolgt.

Wir machen Pause auf dem kleinen offiziellen Parkplatz der Cliffs of Kilkee und bestaunen einfach die Gegend und machen auch einen kleinen Fussmarsch bis zur riesigen Brandung am Fusse der Klippen. Hier auf dem Parkplatz wäre ein fantastischer Ort, um die Nacht zu verbringen, aber wir haben noch nicht mal Mittag.

Bridges of Ross

Ohne Verkehr geht es weiter auf der kleinen Strasse Richtung Loop Head, bis wir einen Wegweiser zur «Bridges of Ross» (Brücke für Pferde?) sehen. Keine Ahnung, was das ist, aber wir setzen den Blinker und parkieren dort. Bei der Infotafel sehen wir, dass dies ein natürliche Brücke über das Meer sein sollte, wo man zu Fuss rüber kann. Allerdings sehen wir weit und breit keinen solchen Bogen und interpretieren dann, dass dieser sicher bei einem Sturm zusammengekracht ist. Aber da es einen schönen Fussweg entlang den kleineren Klippen und wir genügend Zeit haben, spazieren wir auch da dem Meer entlang.

Nach der zweiten Landzunge, ohne dass wir irgendwo eine Brücke sehen, will ich dann wieder umkehren und Anita meint: «Komm lass uns noch zur nächsten Ecke gehen und dort hinabschauen, wäre ja schön blöd, wenn da die Brücke doch noch kommen sollte.» Und tatsächlich, da gibt es einen grossen Bogen, wo das Meer unten durch fliesst und toll aussieht. Das wäre ja was gewesen, wenn wir da 50m zu früh umgedreht hätten!

Bridges of Ross

Ist jetzt für unseren Geschmack nicht ganz so toll wie die Cliffs of Kilkee, aber die 100m Umweg sollte man schon in Kauf nehmen.

Loop Head

Danach sind es nur noch ganz wenige Kilometer bis zum Leuchtturm und dem voranliegenden Parkplatz. Der Leuchtturm und die Gebäude sehen vom Land her super aus, besser wie von der Meerseite. Und das beste: es ist noch der alten Leuchtdrehmechanismus eingebaut, wo man sieht, dass sich etwas dreht und nicht nur eine LED-Diode, die blinkt. Das gibt Nachts dann sicher tolle Fotos!

Loop Head

Wir besichtigen den Leuchtturm und die kleine Ausstellung und machen auch einen längeren Spaziergang um die Halbinsel. Die Besichtigung ist jetzt nicht allzu berauschend, etwas was man nicht unbedingt sehen müsste, aber wir bezahlen die 5€ Eintritt sehr gerne, denn wir haben vor, hier auf dem Parkplatz zu übernachten und nachts noch ein paar tolle Fotos zu schiessen

Also diese Halbinsel um Kilkee rum muss man einfach sehen, wenn man den Wild Atlantic Way fährt!

Tagesetappe

  • 91km
  • 10m2 l Durchschnittsverbrauch
  • 39 km/h Durchschnittsgeschwindigeit
  • 2:17 h Fahrzeit

Übernachtung

Cavan - Loop Head***
frei

vor dem Leuchtturm

Koordinaten: 52.561029,-9.930355
letzter Besuch: 5.2019

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