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Nordlichter Finnland 2018
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Glückskinder in der Bretagne

Überall sind wir zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort, sogar die eingeschnappte Pariser Dame treffen wir an

Das Haus zwischen den Felsen (Autos wegretuschiert)

Bei blauem Himmel erwachen wir bei unserem Leuchtturm, so dass wir uns einfach nicht losreissen können und nochmals einen Fotorundgang machen müssen. Schweren Herzens verlassen wir dann gegen Mittag unseren Übernachtungsplatz und setzten unsere Reise Richtung Westen fort. Weit kommen wir allerdings nicht, auf den ersten fünf Kilometern müssen wir dreimal einen Stopp einlegen, aussteigen und die Gegend bewundern! Es ist einfach herrlich!

Langsam kommen wir vorwärts, auf kleinen Küstensträsschen Richtung Côte de Granit Rose, die Küste mit dem rosa Granit. Nach 90 Minuten machen wir aber noch einen Abstecher nach Plougrescant, wo das Sinnbild der Bretagne steht, das Haus zwischen den Felsen.

Das Haus hat eine wohlhabende Dame in Paris als Feriendomizil gekauft und die will nicht, dass Touristen um das Haus schleichen und Fotos machen. Wenn man sich an die Privatschilder hält, kommt man bis ca. 100m an das Haus heran. Zur Abschreckung der Fotografen ist auch immer ein Auto vor dem Haus parkiert, damit es nicht allzu schön aussieht. Heute sind es zur Feier des Tages sogar zwei davon, die Dame ist also zu Hause. Da die Sonne grad so schönt scheint, machen wir schnell ein paar Fotos, bevor sie hinter den Wolken wieder weg ist. Danach klappen wir in Ruhe unser Stativ auf, montieren den Fotoapparat. Das muss die Parisierin gesehen haben, tritt aus dem Haus, macht bei beiden Autos jeweils alle vier Türen auf, den Kofferraum und auch die Motorhaube! Nur, um uns die Fotos zu vermiesen.

Wir schauen dem aus 100m Entfernung belustigt zu, haben wir doch unsere Fotos schon ohne Stativ gemacht, die Sonne ist jetzt sowieso weg und es würde nicht mehr so gut aussehen. Wir spazieren weiter, machen Fotos von der Küste und immer ein Auge mit Blick auf das Haus. Auch bei ein paar Regentropfen bleiben alle Türen der Autos offen, um auch andere Fotografen abzuschrecken. Soll ich jetzt meine Drohne auspacken und ihr um die Hütte fliegen lassen und Nahaufnahmen des Hauses machen? Und ein Foto ins Schlafzimmer hinein? Da dies ganz bestimmt ärger geben würde, lasse ich es bleiben und nach einem schönen Aufenthalt beschliessen wir, 30km weiter nach Trégastel zu fahren.

Wir landen dort auf dem Stellplatz bei den Tennisplätzen und machen noch kurz einen Erkundungsspaziergang. Und wieder haben wir riesen Glück! Die rosa Granitfelsen leuchten in der Sonne um die Wetter und als Krönung zeigt sich noch ein riesiger Regenbogen. Wir können uns fast nicht sattsehen, kehren danach aber dann trotzdem irgendwann zum Womo zurück. Kaum sind wir drin und schauen uns die Fotos an, kommt ein so richtiger heftiger Platzregen mit Hagel. Schon wieder haben wir Glück!

Noch ein paar Infos: Beim Parkplatz beim „Felsenhaus“ kann man sehr gut mit dem Womo parkieren, wunderschöne Spaziergänge machen, aber man darf nicht übernachten. Es gibt aber an der ganzen Küste viele Camping- und auch Stellplätze. Auch Freistehplätze sichten wir einige. Also ein absolutes Womoparadies. Es ist auch ideal für mitfahrende Hunde, sie dürfen da überall auch hin und die Spaziergänge in den Weiten der Küste darf er sich überall austoben…

Übernachtung

Trégactel - Aire de Camping Cars***
Stellplatz

perfekt für Spaziergänge, 100m vom Meer, automatisch mit Kreditkarte

Koordinaten: 48.824074,-3.499615
letzter Besuch: 1.2017

29.1.2017 - Ein sehr schöner Bericht! Kommt mir vor, als sei ich erst gestern dort gewesen... ;-)

- Wolfgang


29.1.2017 - Herrlich, herrlich anders kann man es nicht kommentieren. Wir hatten 2015 diese Ecke auch im Reiseplan, leider hatten wir statt Sonne tagelang nur Regen und planten dann total um. Irgendwann wird es uns aber nochmal hinziehen.

- Michael


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