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Narbonne Plage Frankreich 2015
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Grotte Bue Marino und Inseldurchquerung

Wir sehen an diesem Tag ziemlich viel und sind immer beeindruckter von Sardinien

Pünktlich um 8 stehen wir auf, machen unsere Fahrräder bereit und fahren eine halbe Stunde später verlassen wir den Stellplatz Richtung Cala Fuili, einem anscheinend schönen Strand. Man könnte die vier Kilometer auch mit dem Womo fahren, aber da es eine Sackgasse ist, habe ich angst, dass ich mit dem Womo nirgends parkieren kann. Allerdings ist dann diese Angst unbegründet und wir sehen sogar zwei italienische Womos, die hier an der Strasse mit Meerblick übernachtet haben.

Parkplatz an der Strasse (auf der Rückfahrt)

Allerdings soll es durch die Carabinieri während der Touristensaison rigoros kontrolliert werden, aber ausserhalb der Saisons sicher eine Möglichkeit.

Schnell kommen wir am Ende der Sackgasse an, parken unsere Fahrräder und marschieren die Treppe Richtung Flussbett hinunter. Unten am ausgetrockeneten Fluss haben wir die Möglichkeit geradeaus weiter Wandern zur Grotte Bue Marion und Cala Luna oder links zum Meer und zur Cala Fuili.

Unser Ziel ist die Grotte und darum geht es auf der anderen Seite steil berghoch. Nach dem ersten Aufstieg kommt die Verzweigung zwischen Grotte und Cala Luna. Zum Mondstrand geht es ab hier noch ca. 90 Minuten Fussmarsch.

Vom Ende der Sackgasse bis zur Grotte benötigen wir genau 40 Minuten ohne Pause. Der Weg ist recht steinig und wir sind mit den Turnschuhen unterwegs, Trekkingschuhe wären eindeutig die besser Wahl gewesen. Badelatschen oder Adiletten gehen auf keinen Fall. Wir sind eine Stunde zu Früh beim Eingang der Grotte, die jetzt in der Vorsaison um 10:30 Uhr und 12Uhr für eine Führung öffnet (bitte vorher im TouristOffice im Zentrum von Cala Ganone abklären).

kurz vor der Grotte

Es gibt eine Nord- und eine Südgrotte, die Südgrotte kann man nur mit einem der (tausenden) von Touristenbooten besuchen, die fahren knapp einen Kilometer in die Grotte und dann wieder zurück. Zu Fuss kann man dafür die Nordgrotte besichtigen, aber nur mit Führung, da man sich leicht verlaufen kann.

Beim Eingang bezahlt man die 10€ Eintritt und kann dann wählen, welcher Führung man sich anschliessen kann. Bei uns war französisch (ca. 10 Personen) und italienisch (4 Personen mit uns) wählen. Da ich französisch und italienisch verstehe, wählten wir die kleinere Gruppe. Englisch wäre auch zur Auswahl gewesen und deutsch glaub ich auch, dann hätte der Guide einfach immer beides erzählt.

Der ganze Rundgang in der Grotte dauerte 90 Minuten und war absolut interessant und sehr zu empfehlen. Je länger der Rundgang dauerte, desto interessanter und schöner wurde er. Der nördliche Teil ist nur wenigen Personen zugänglich, da man zu Fuss hinlaufen muss, dafür ist dieser Teil auch im Winter offen. Der südliche Teil ist voll Touristenboote, haben wir aber nicht besucht und kann auch nicht besucht werden, wenn man zu Fuss hin wandert.

ein unterirdischer See

Auf dem Rückweg machten wir dann halt in der Cala Fuili, um noch zu baden und uns abzukühlen. Der Strand ist steinig und ziemlich voll, von daher war er nicht unsere erste Wahl und nach der Abkühlung machten wir uns zu den Fahrrädern und zum Stellplatz.

Cala Fiuli

Auf dieser Wanderung unbedingt Trinken mitnehmen, gute Schuhe, Sonnenhut und Fotoapparat. Die Aussicht ist fantastisch, aber Höhenangst sollte man keine haben.

Wieder beim Womo packen wir zusammen und entscheiden schweren Herzens, dass dies nun für uns die Ostküste war und wir an die Westküste und etwas mehr südlich fahren wollen, denn dort soll es weniger Leute haben und schöner sein, wie uns Italiener erzählen. Wir fahren also 200km quer durch die Insel über zum Teil die Schnellstrasse. Im Innenland halten wir an einer Tankstelle (41 Grad) kaufen kalte Getränke und fahren schwitzend weiter, aber mit der Gewissheit, dass unsere Klimaanlage doch funktioniert und im Womo drin es fast schön kühl ist.

Am Schluss geht es über eine Gebirgskette, wo unsere Sonja uns über so enge Strässchen schicken will, dass wir die Rückspiegel einzuklappen haben. Das ist zu viel des guten, wir drehen um und fahren der breiteren Strasse Richtung Süden und warten dann auf eine Abzweigung Richtung Westen. Vor uns zweigt dann ein Sattelschlepper ab und wir finden, wenn der durchkommt, dann ist das die richtige Strasse wo wir auch über die Berge kommen.

So kommen wir um 19 Uhr an einem super Stellplatz über einem Strand mit Meersicht an der Westküste an. Natürlich noch schnell einen Schwumm im Meer und dann morgen mehr zum Stellplatz. Ich denke, wir werden hier zwei Tage bleiben und uns wieder mal erholen…

Übernachtung

San Nicolo - Stellplatz****
Stellplatz

super Meersicht, super Strand, kein Strom und die Strasse ist in Hörweite

Koordinaten: 39.418499,8.411519
letzter Besuch: 7.2017

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