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Marokko 2017
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Kurische Nehrung und Schloss Trakai

Wir besuchen heute grad die zwei bekanntesten Sehenswürdigkeiten Litauens und sind begeistert

Kurische Nehrung entlang der Hauptstrasse

Wir erwachen auf dem ruhigen Campingplatz und wissen nicht so recht, was wir weiter machen sollen. Eigentlich wollten wir noch einen Tag hier bleiben und die Kurischen Nehrung unsicher machen. Aber wir sind vom Campingplatz etwas enttäuscht, weder warmes Wasser gibt es noch funktionierendes WLan und wegen den vielen Bäumen haben wir auch kein Internet über Sat. Von der gesamten Infrastruktur brauchen wir nix, vom Betreiber fehlt auch weit und breit jede Spur. Und wenn wir mit dem Womo den Platz verlassen wollen, müssen wir den Betreiber per Telefon anrufen, damit er die Schranke öffnet. Also rufen wir ihn an, werfen 23 € in den Briefkasten und fahren los.

der etwas verlassene Campingplatz

Wir fahren in die falsche Richtung und stehen 2km später plötzlich vor der russischen Grenze. Mist, falsche Richtung und schade, dass wir kein Visum für Russland haben, denn sonst könnten wir Kalingrad besichtigen und diese Abkürzung nach Polen nehmen. Aber da wir eben dieses Visum nicht haben, müssen wir umdrehen und die ganze Halbinsel oder 45km zurück fahren. Es gibt auf der schmalen Halbinsel nur gerade diese eine Strasse aber der Wald links und rechts ist einmalig. Einmal alles schräge Baumstämme, dann steht der ganze Wald wieder unter Wasser, dann mit Sicht auf die Dünen. Einfach fantastisch. Nur einen Kaffee oder sonst was kriegen wir nirgends, Montag ausserhalb der Saison alles zu, alles verlassen, genau gleich wie der Camping.

Russische Grenze

So kommen wir schnell beim Fähranleger an, können sofort auf die Fähre und die 200m zurück auf das Festland fahren. Und dann browsen wir los, meistens Autobahn Richtung Südosten. Wir kommen gut voran, fahren heute insgesamt 300km und erreichen unser Ziel Trakai problemlos. Das heisst, etwa 2km vor dem Städtchen müssen wir sofort auf einen Parkplatz fahren, denn wir sehen das Wasserschloss mitten Im See schon von weitem. Erste Fotos werden geschossen, vielleicht hat man ja nachher keine so gute Sicht mehr.

Danach fahren wir die restlichen 2km in das kleine Städtchen weiter und parken auf den vielen Parkplätzen. Auch hier ist wenig los, wahrscheinlich der krasse Gegensatz während der Saison. 

Aber das Schloss ist von Aussen wunderschön, bilderbuchhaft und mit der Sonne Abends auch genau richtig beleuchtet. Wow, dieser Anblick hat es einstimmig auf die Webseite der 100 schönsten Orte mit dem Wohnmobil verdient (erfassen werde ich ihn aber erst, wenn wir zu Hause sind…).

Schloss Trakai, (Langzeitaufnahme 15 sec, nicht bearbeitet)

Wir spazieren umher, wollen irgendwo etwas feines Abend essen, aber finden nur gerade zwei Restaurants, die geöffnet haben. Immerhin. Zuerst parken wir aber unser Womo noch um, wir haben eingangs Dorf grad ein schöner Parkplatz gefunden, mit gratis und schnellem WiFi und Sicht auf’s Schloss. Alle Parkplätze im ganzen Dorf sind gleich teuer und mit dem gleichen System: Am Parkautomat 3 € einwerfen, Autonummer eintippen, Quittung hinter die Windschutzscheibe legen und irgendeiner der zahlreichen Parkplätze benützen. Wir dürfen jetzt für die 3 € bis morgen früh 8:30 Uhr hier stehen bleiben.

Danach watscheln wir los und essen ein feines Beefsteak mit Pommes und belegter Artischocke mit direkter Sicht auf das Schloss. Das Personal ist sehr freundlich, der Preis mit 14€ für diese tolle Lage echt günstig. Wir könnten es nicht besser haben. Na gut, wir haben nur 15 Grad hier, zu Hause hatten sie heute 29…

feines Abendessen

Morgen geht es nach Polen weiter…

Übernachtung

Trakai - Parkplatz***
frei

Parkplatz eingangs Dorf mit Sicht auf das Schloss und freiem WLan

Koordinaten: 54.649502,24.928752
letzter Besuch: 4.2018

23.4.2018 - ...wenn ich das richtig sehe ist das aber eine Aubergine auf dem Teller - keine Artischocke..... ;-) Spannende, unterhaltsame Berichte!! :-)

Kaspar


23.4.2018 - Wie kommt ihr eigentlich sprachlich in den baltischen Staaten zurecht? In Skandinavien ist klar englisch die dominante Fremdsprache und mit der habt ihr ja gewisse Probleme. Ist das jetzt ähnlich oder gibt es jetzt andere Sprachen als Alternative? Wir verfolgen weiterhin gespannt eure Reise!

- Klaus + Leo


24.4.2018 - Ich würde auch sagen, eine Aubergine. ;-) Sehr schöne Bilder, aber ich hätte die Grenzanlage vielleicht nicht fotografiert, oder höchstens von sehr weit weg.

- Theo


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