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Pioggo Covili Toskana Italien 2017
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Projekt betagte Zugvögel

Altersheimbewohnern oder anderen betagten Menschen eine Reise mit dem Wohnmobil zu ihrem Wunschziel zu ermöglichen.

So, jetzt schreibe ich, Anita mal einen Blogeintrag. Normalerweise übernimmt das ja immer mein Göttergatte.

In meinem Beruf als Altenpflegerin absolviere ich momentan eine zweijährigen Weiterbildung zur Fachfrau Langzeitpflege und Betreuung. Die Weiterbildung geht nun ihrem Ende entgegen und da müssen wir ein Abschlussprojekt realisieren.

Die Idee ist nun, betagten Menschen, ob im Altersheim oder zu Hause lebend, ihre letzten Reisewünsche mit dem Wohnmobil zu ermöglichen. Ob das jetzt ehemalige Wohnmobilbesitzer oder andere reiselustige Personen sind, eine Abwechslung in ihrem Alltag wird diese Menschen sicher freuen.

Konkret würde das so aussehen, dass mein Göttergatte und ich jeweils eine betagte Person auf eine Reise mitnehmen. Diese Reisen können unterschiedlich lange und mit unterschiedlichen Zielen sein, je nach Gesundheitszustand und Reisewünsche unseres Gastes. Während den Reisen kann ich diesen Gast professionell betreuen und ihm einen schönen Urlaub und den betreuenden Angehörigen eine Verschnaufpause ermöglichen. Aufgrund unseres Wohnmobils können wir momentan leider keine bettlägerigen oder stark gehbehinderter Personen mitnehmen, aber leicht Demente Personen und noch rüstige Bewohner wären kein Problem. Aber wer weiss, vielleicht finden wir ja noch ein für diesen Zweck optimales Wohnmobil.

In unserem Altersheim wohnen viele langjährige Bewohner und ich finde es einfach schön, wenn man solchen betagten Menschen auch mal ermöglichen kann, eine andere Gegend, ein anderes Land oder sogar das Meer zu sehen. Besonders auch denjenigen, die sehr wenig Besuch oder auch keine Angehörigen mehr haben. Oder es gibt ja viele Töchter und Söhne, die ihre Eltern betreuen und ihnen auch im hohen Alter noch eine Reise gönnen würden. Ich glaube, das Bedürfnis wäre vorhanden. Als ich in unserem Altersheim einen Bewohner auf diese Idee angesprochen habe, sagte er nullkommanichts zu und wäre sehr, sehr gerne bereit, so eine Reise mit uns anzutreten.

Auch für meine Projektarbeit gibt es da sehr viel zu schreiben und abzuklären: was muss in Sache Versicherung alles wissen? Wie und welche Medikamente dürfen über die Grenzen mitgenommen werden? Wie könnte man so etwas finanzieren? Welches Bedürfnis besteht für solche betreute Reisen? Wer entscheidet, ob betagte Reisende da überhaupt mitdürfen, haben Krankenkassen ein Mitspracherecht? Wie sieht das optimale Wohnmobil aus? Es gibt noch viele, viele Fragen... Für mich sicher eine ganz spannende Arbeit  und ich kann gleichzeitig Personen am Lebensabend noch etwas Gutes tun.

Ich freue mich riesig auf dieses Projekt, denn jetzt stehe ich erst ganz am Anfang. Und ganz besonders freue ich mich dann auf unsere erste Reise mit einem betagten Menschen! Ich werde euch auf dem Laufenden halten.

10.12.2016 - Wow, Anita, das finde ich ein sehr mutiges Projekt. Meine (nicht professionelle Erfahrung) mit alten Menschen ist, dass sie zwar gerne nochmals "fort" möchten, ihnen aber letztlich doch alles zu anstrengend ist. Schon der Gedanke ans Koffer packen stresst. Ich bin gespannt, wie du und Rolf das anpackt. Grüessli Bea

- Flohnmobil


11.12.2016 - das finde ich eine sehr gute Idee. Ich hätte sogar jemanden dem ich das gerne ermöglichen würde, geht aber in unserem Womo nicht. Ich denke das es da sicher viele Intressenten gibt Gruss Alice Amigazzi

Alice Amigazzi


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