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Donegal Irland 2019
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Puy du Dome

und alte Vulkane

Alles Vulkane

Morgens studiere ich die Karte und Google Maps spuckt mir aus, dass es von unserem Standort bis nach Hause 1158km sind. Eine ziemliche Strecke. Da Anita am Samstag wieder arbeiten muss, haben wir noch drei Tage, um nach Hause zu fahren, das würde pro Tag rund 400km machen. Was sollen wir tun? Nach einer kurzen Besprechung entschliessen wir uns wirklich die Strecke nach Hause zu beginnen und dazwischen gibt es sicher noch Sehenswürdigkeiten zum Anschauen.

Wenn ich jetzt die ersten 400km abmesse, landen wir in der Gegend von Clermont-Ferrand. Diese Stadt tauchte in meiner Radsportkarriere immer wieder als Etappenort der Tour de France auf und ich bin sicher, dass ich dort auch schon die Ziellinie überquert habe. Also schaue ich mir die Gegend rundherum besser an, sehe den Puy du Dôme, ebenfalls eine magische Etappenankunft der Tour. Und dann merke ich, dass die Berge in der Umgebung alles alte, erloschene Vulkane sind. Das weckt natürlich mein Interesse. Auf rund 60km sind 80 alte Vulkane wie auf einer Perlenkette aufgelistet. Da ist klar, dass wir da hin fahren und einen Parkplatz suchen, der möglichst nahe an so einem alten Vulkan mit Krater liegt.

Da wir nun die Richtung wissen, verabschieden wir uns von Beatrice und Frank, die uns in den letzten Tagen begleitet haben. Sie werden noch weiter das Meer geniessen, während dem wir zu den Vulkanen fahren.

Allerdings wissen wir, dass wir irgendwann im Winter an den Atlantik zurückkehren werden. Viele Stellplätze, super Meer und dann keine Touristen mehr. Dieses Ziel werden wir uns merken.

Wir kommen gut voran, nur um Bordeaux haben wir etwas Stau, macht aber nichts. Dann holen wir eine Gewitterfront ein und überholen sie, oder besser, unterfahren wir sie, bis wir vorne wieder schönes Wetter haben. Bei einem Zwischenstopp holt sie uns wieder ein und dann berechnen wir, dass diese Front ca. mit 60km/h ostwärts vorankommt, wir mit 100km/h fahren und so jede Stunde 40km Vorsprung bekommen.

Foto und Lizenz: CC-BY-ND, Pierre Soissons

Als wir dann gegen 17 Uhr auf dem anvisierten Parkplatz ganz nahe am Vulkan Puy de Pariou ankommen, ist dieser Parkplatz immer noch total belegt und ein Übernachtungsverbot prangt an dessen Eingang. Also fahren wir drei Kilometer zurück, denn dort sahen wir auch viele Wohnmobile stehen. Wir merken, dass dies der Parkplatz vom Erlebnispark Vulcania ist, der uns und anderen dieser Landstrich etwas näher vorstellen möchte. Dafür haben wir nun keine Zeit, wir schnallen unsere Räder aus und fahren Richtung Vulkan. Allerdings sehen wir noch im Parkplatz, dass auch hier Übernachtungsverbot besteht, aber 200m weiter sehen wir einen Wegweiser zum Stellplatz des Erlebnisparkes. Sehr gut, aber keine Zeit, wir wollen zum Vulkan.

Nach einem Kilometer auf dem Fahrrad und einen Blick zurück, sehen wir, dass wir doch nicht genug Vorsprung von der Gewitterfront herausgefahren haben. Es wird wohl schlauer sein, wenn wir nun doch wieder zurück fahren, bevor wir ganz nass sind.

Wieder beim Womo dislozieren wir gerade noch auf den Stellplatz, bevor der Regen so richtig losschüttet. Zum Glück haben wir uns richtig entschieden.

Währenddem der Regen auf unser Womo prasselt, essen wir nun schön gemütlich ein heisses Fondue. Schliesslich sind wir ja fast wieder in den Bergen und nicht mehr am Meer, da darf man das, auch wenn wir in Frankreich sind…

Jetzt müssen wir schauen, ob wir morgen irgend einen dieser alten Vulkane besteigen können…

Übernachtung

Saint-Ours - Vulcania****
Stellplatz

grosse Felder, mit Entsorgung

Koordinaten: 45.813124,2.948480
letzter Besuch: 8.2021

4.8.2021 - Wenn ihr es einbauen könnt, fahrt zum Puy Mary! Wir waren da vor 4 Jahren und es war mega: https://momoblog.de/2017/08/12/auf-den-vulkan/

- Micha


9.8.2021 - Hallo Anita Hallo Rolf, wir sind nun auch wieder mit dem WoMo gut in der Schweiz angekommen. Dank Euch beiden wurde unser Kurztrip an die Atlantikküste zu einem vollen Erfolg. Wir haben von Euch beiden so viel gelernt über das WoMo leben, wie ohne Probleme auch ohne zusätzliche Stromversorgung etliche Tage Autark stehen zu können. Wir wurden jeden Morgen als wir Autark standen mit leckerem Dolce-Gusto Kaffee von euch beiden verwöhnt. Oder sich zu trauen n auf eine Fähre zu fahren und dank Anitas Rat auf die Sonnen Store beim Ausparken zu achten. Frank und ich haben die Zeit mit Euch beiden sehr genossen und hatten auch viel gemeinsam zu lachen. Es ist eine Riesenbereicherung für uns e Euch beide kennen gelernt zu haben. Nochmals herzlichen Dank für alles und hoffentlich bis bald mal. Beatrice und Frank

Beatrice


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