Headbild
Eilean Donan Castle Schottland 2016
Sie befinden sich: Blog \ Reisebericht

Ranua Wildlife Park

Der Besuch der einheimischen Tierarten im Winter war alleine schon eine Reise wert.

eine stillsitzende Schneeeule

Heut stand der Besuch des Ranua Zoos an. Im Winter hat er nur von 10 – 16 Uhr geöffnet, um den Tieren genug Erholung von den Besuchermassen zu geben. Wobei da Massen eine andere Bedeutung haben, ich schätze mal, dass heute den gesamten Tag keine 20 Eintritte einkassiert werden konnten.

vor dem Zoobesuch

Wir standen kurz nach 10 Uhr mit Fotoapparat bewaffnet am Eingang, lösten für 17€ pro Erwachsener ein Ticket und stürmten sogleich los. Nach etwa 100m das erste Gehege, ein Fischotter. Er schlief den Schlaf des Gerechten hinter einer Scheibe, wo wegen dem Spiegeln keine Fotos möglich waren. Also weiter zu einem schönen, schneeweisser Hermelin, der in seinem Käfig umher flitze. Dieses scheiss schnelle flinke Tier war gar nicht einfach zu fotografieren. Also genauer gesagt, es war unmöglich. Entweder war nur der Schwanz drauf, nur Gitter, nur der Kletterbaum oder gar nix. Nach endlosen Versuchen geht es dann etwas konsterniert weiter zum Marder. Sein braunes Fell gibt einen schönen Kontrast zum weissen Schnee aber auch dieses nervöse Viech faszinierende Tier ist schnell unterwegs. Wieder kein Foto. Nach drei Gehegen und drei Tieren noch kein einzig brauchbares Bild. Ich weiss schon, warum ich kein Tierfotograf wurde, nicht mal im Zoo bringe ich was vor die Linse…

Aber ich liebe die Eulen! Die sitzen so schön ruhig da, drehen hin und wieder den Kopf und bewegen sich kaum. Ab sofort meine Lieblingstiere. Nach Adler, Habicht, Gänsen und Schwänen wird es dann wieder interessanter. Wir nähern uns den Bärengehgen.

die zwei Eisbären

Die Wege sind in der Höhe über den Absperrungen, man sieht sehr gut in die grossen Gehege rein und wir erspähen einen an der Sonne schlafenden Eisbär und ein andere trottet umher und geniesst ebenso die warmen Sonnenstrahlen. Es sind sehr imposante und grosse Tiere und im Schnee sehen sie echt super aus. Nur schon dieser Anblick ist das Eintrittsgeld wert. Ich war noch nie im Winter in einem Zoo, aber das sollte man echt machen, vor allem wenn es mal Schnee hat. Hier im Zoo liegt sicher noch einen Meter Schnee, was uns vor allem bei den Elchen auffällt. Tritt mal einer in den Tiefschnee, versinkt er mit seinen langen Beinen bis zum Bauch. Alle anderen Tiere benützen ihre selber getrampelten Wege: der Wolf trabt majestätisch in die hinterste Ecke von seinem Gehege, möglichst weit von den französischen lärmenden Kindern weg und die Füchse tollen herum und machen Jagd auf die Elstern, die ihr Revier betreten.

ein Wolf auf Pirsch

Wir finden es echt toll, dass hier praktisch nur einheimische Tiere gezeigt werden, ausser den Eisbären und dem Sibirischen Moschustier leben alle anderen irgendwo in Finnland. Man kann nun für oder gegen Zoos sein, aber im Winter bei Schnee diese Tiere in ihren „normalen“ Lebensumgebung zu sehen, macht uns schon Eindruck. Ein Zoobesuch hier ist im Winter ein absolutes Muss.

Nach dem Besuch checken wir beim Servierpersonal des Restaurants ab, ob wir hier Abends Essen können, denn gestern sah es ziemlich geschlossen aus. Können wir, zwischen 18 und 20 Uhr sei offen.

Die 200m zurück zum Womo machen wir locker, ich werte unsere Fotos aus und mache endlich mal eine Datensicherung von den inzwischen 3754 Bildern, Anita benützt die Waschmaschine des Stellplatzes für die Wäsche und bäckt danach noch Salzstangen für morgen. 

Und dann ist es schon 18 Uhr und wir machen uns wieder auf den Weg. Das Bestellen ist nicht ganz so einfach, aber wir einigen uns auf Perinteinen Lappilainen poronkäristys mit Perunamuusi, puolukkaa sekä suolakurkkua. Und dann warten wir gespannt, was wir bekommen werden.

was hättet ihr bestellt?

Es ist tatsächlich Rentierfleisch, kleine Scheiben gekocht mit Kartoffelstock und heissen Gurken. Das Fleisch ist wirklich sehr lecker und extrem zart.  Überhaupt, inklusive der Vorpeise und dem Dessert wirklich von sehr guter Qualität und sehr fein. Wir können das Zoorestaurant nur empfehlen, auch die Bedienung war sehr freundlich und hat uns auf Englisch erklärt, was wir da bestellen. Na ja, englisch verstehen wir eben auch nicht, darum war es ziemlich spannend.

Jetzt sind wir mit vollen Mägen im Womo und freuen uns schon auf die Nacht. Letzte Nacht nach Sonnenuntergang begannen die Wölfe oder waren es nur die Huskys zu heulen und es ist einfach eingefahren. Sonst bin ich ja kein Hundefan, aber hier in dieser Umgebung gehört das einfach dazu.

Morgen geht es dann wieder mit einem Fahrtag weiter, wir wollen nun südöstlich durch Finnland, bis wir am östlichsten Punkt der EU sind.

(mehr Bilder aus dem Zoo auf unserer Facebookseite oder wenn wir zu Hause sind in der dann neuen Bildgallerie)


Übernachtung

Ranua - WildlifePark****
Stellplatz

direkt neben dem Zoo mit super Sanitärgebäuden

Koordinaten: 65.944321,26.461879
letzter Besuch: 4.2018

12.4.2018 - Hallo, habt ihr nicht ein nordisches Tier vergessen ? Oder seid ihr am Abend im Zoo-Restaurant diesem Tier gerecht geworden ? (norwegisch: Jerv ) Gute Weiterreise wünschen Annett und Walter

walter7149


13.4.2018 - Hallo Ihr zwei, gruesse aus der Serra Nevada wo heute 13. April (!) auf 1500 m auch Schnee gefallen ist. Woelfe habe ich aber keine gesehen& Bären auch nicht. Gute Fahrt Euch weiterhin ! P.S. Schade, dass man kein Bild in die Kommentare packen kann...

Werner


Diesen Artikel kommentieren oder Fragen dazu stellen

Blog-Suche