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Schloss Neuschwanstein

Wir besichtigen Schloss Neuschwanstein und ich werde so richtig sauer

Schloss Neuschwanstein

Morgens beschliessen wir, das nur 30km entfernte Schloss Neuschwanstein zu besuchen. Also packen wir schnell zusammen und düsen los. Kurze Zeit später sind wir in Hohenschwangau. Auf dem grossen Parkplatz finden wir schnell ein Plätzchen für unser Knutschi (8.50€) und machen uns zum Besucherzentrum, wo wir Eintrittskarten für eine geführte Besichtigung kaufen. Das Schloss selber darf man nur im Rahmen einer Führung besichtigen. Auf dem Ticket bekommen wir auch den Zeitpunkt, wo unsere deutsche Führung beginnt, 12:15 Uhr.

Vom Besucherzentrum bis zum Schloss sind es nach Plan 40 Minuten Fussmarsch, wir sind aber in einer halben Stunde oben, gleich schnell wie die Pferdekutschen. Es hat haufenweise Chinesen und die, die uns auf dem Fussmarsch entgegenkommen, weichen einfach nie aus. Immer müssen wir Platz machen. Anita wird dies irgendwann zu blöd und da einige diese Mundmasken tragen, (welche Gründe gibt es dafür?) beginnt sie jedes Mal so tief aus der Brust zu Niesen und zu Husten, wenn Chinesen entgegenkommen. Problem gelöst, die Chinesen wechseln jeweils in Windeseile die Strassenseite…

Oben angekommen haben wir wie geplant noch eine Stunde Zeit für Aussenfotos, bevor unsere Führung beginnt. Aber der Weg zur Marienbrücke ist gesperrt, d.h. alle Wege zu diesem Aussichtspunkt sind gesperrt. Das kann ja nicht sein! Und auch der Turm im Eingangsbereich ist eingerüstet. Kein einziges gutes Foto ist möglich! Ich werde leicht säuerlich, die hätten ja irgendwas auf der Website schreiben können. Ich kann keine guten Aussenfotos machen und noch immer muss ich 45 Minuten auf die Innenführung warten. Einfach rumhocken mit den Asiaten geht mir gegen den Strich.

Irgendwann bin ich richtig sauer und will mir Luft machen. Ich spreche höflich eine offizielle Person an und frage, wie man denn zur Marienbrücke kommt. „Heute eigentlich gar nicht, die Wege sind alle bei Schnee geschlossen!“ Leichte Hoffnung keimt auf, denn sie hat den Satz so komisch betont. „Was heisst da EIGENTLICH?“ Und diese Person erklärt mir nun, dass sie die Wege wegen der Haftung bei Unfällen bei Schnee schliessen müssen. Aber es würde mich garantiert niemand aufhalten, wenn wir diese Wege doch gehen würden, schliesslich können sie niemanden verbieten, in der Gegend rum zu laufen. Aber bei einem Unfall haften sie dann nicht... Wow, unser Tag ist gerettet!

Das ist dann der Startschuss und schon sind wir auf dem Weg zu diesem Aussichtspunkt. Wir müssen uns nun etwas beeilen, 15 Minuten hoch, 15 Minuten zurück und in 30 Minuten beginnt unsere Führung.

Der Weg geht steil nach oben und es ist echt glattes Eis! Gar nicht so einfach, wir hangeln uns am Geländer nach oben, kommen aber ohne Sturz an und haben einen wahrlich fantastischen Ausblick! Mann, hat sich das gelohnt! Lange Zeit für Fotos haben wir dann nicht, obwohl wir fast ganz alleine auf dieser Brücke stehen und staunen. Der Rückweg ist noch schwieriger, aber auch den überstehen wir und kommen keine Sekunde zu früh zum Start unserer Führung.

Die Führung dauert in etwa 30 Minuten und wir lernen viele Fakten und Geschichten über das Schloss und ihren Erbauer, König Ludwig II von Bayern. Es ist wirklich ein Märchenschloss und der gesamte Aufwand nur, um 172 Tage darin zu leben! Die Führung hat sich echt gelohnt, für Kleinkinder oder Leute mit Platzangst ist sie aber nichts. Meistens ist es eng, da es wirklich auch im Winter viele Leute hat und irgendwie düster und dunkel ist es innen auch. Gefallen hat es uns trotzdem sehr gut. Noch schöner soll innen aber das Nachbarschloss Hohenschwangau sein.

Dafür haben wir aber keine Lust mehr und wir kehren zu unserem Campingplatz im Tannheimertal zurück. Den Nachmittag geniessen wir in unseren Liegestühlen an der Sonne, erholen uns, und Abends machen wir noch den Grill an und braten uns die gekauften Roastbratwürste.
Ein total gelungener Tag, der sich noch zum Guten gewendet hat.

Externe Links

Übernachtung

Grän - Comfort Camp*****
Camping

mit Wellnesbereich

Koordinaten: 47.510137,10.554805
letzter Besuch: 2.2017

18.2.2017 - Hätte nie gedacht, dass es um diese Jahreszeit so viele Besucher hat. Eure Berichte ringen mir öfters ein Lachen ab. So kann ich mich auf zukünftigen Fahrten vorbereiten. Weiter so.

Fehr Martin


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