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Andanens Norwegen 2014
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Voll durch die Zahlstelle

Tja, wir dürfen das

voll durch, anhalten verboten

Alles bewölkt, sogar einige Regentropfen fallen und das in der Schlangenbucht. Genau das passende Wetter, um von hier fortzufahren ohne schmerzlichen Abschied. Allerdings verabschieden wir uns auch noch von Brigitte und Karlheinz, die noch ganz lange im Süden Spaniens bleiben dürfen. Machts gut!

Wir packen unser Knutschi und fahren auf kürzestem Weg Richtung Barcelona. Das Navi steuert uns über die RM3, RM23 und A7 nach Murcia (unsere gesamte Reiseroute könnt ihr jeweils halbstündlich aktualisiert auf unsere Reise anschauen). Bevor wir schon auf der Autobahn sind, fahren wir an den verlassenen Minen von Mazarrón vorbei. Sollen wir die besichtigen? Nein, wir haben keine Zeit, das nächste Mal vielleicht. So geht es uns an ganz vielen Orten, schönen Burgen und Wegweisern zu Sehenswürdigkeiten. Es gäbe so viel anzuschauen, aber heute müssen wir Kilometer zurücklegen.

könnte man anschauen

Über Elche und Caudete kommen wir bei Valencia wieder auf die AP 7. Es hat viel Verkehr, es läuft nicht so richtig, ein Lastwagen am andern. Und immer wenn ein LKW-Chauffeur unser Wohnmobil anbrausen sieht, stellt er den Blinker und überholt den Vordermann. Wir auf die Bremse, warten, beschleunigen und 300m weiter wieder bremsen, warten, warten und beschleunigen. So geht es Kilometerweit. Dazu gesellt sich ein starker, böiger Seitenwind, dass das Fahren auch nicht einfacher macht. Volle Konzentration ist gefragt. Im Gegensatz zu den Spaniern, also, ich liebe die Spanier, aber es gibt da viele schlechte Autofahrer und ganz viele unaufmerksame. (Sorry Carlos, das musste jetzt mal sein) und das fällt mir nicht erst heute auf.

Aber was ganz cool ist: die AP7 ist seit diesem Jahr mautfrei, der Staat hat mit dem Autobahnbetreiber die Lizenz nicht mehr erneuert und darum werden nun keine Mautgebühren mehr fällig. Freie Fahrt von der Grenze Frankreichs bis Valencia. Einige Mautstationen sind schon abgebaut, aber die, die noch stehen, darf man einfach durchfahren. Eine extra Tafel gibt einen Hinweis, dass man auf keinen Fall anhalten soll! Das ist ja toll.

Aber es geht doch vorwärts, auch das Wetter wird immer besser. Irgendwann überholen wir dann ein unbekanntes Fahrzeug auf einem Schwertransporter. Wir können es nicht identifizieren, aber es könnte eine Impfmaschine des Militärs sein, die von Madrid nach Barcelona transferiert oder sogar nach Deutschland oder der Schweiz ausgeliehen wird (der Anhänger ist auf Deutsch angeschrieben). Man weiss ja echt nie in diesen Zeiten.

Impfmaschine

30km vor Barcelona nach 600km Fahrt sehen wir übrigens die allerste Ver-Entsorgungsstation auf diesem Autobahnabschnitt. Also entleeren und füllen wir noch, kaufen noch je einen grossen Sack lokalen Mandarinli und Orangen, bevor wir gestärkt Richtung Berge abfahren.

Und dann, nach 659km bei der allerletzten Abzweigung fahren wir falsch und machen insgesamt noch einen Umweg von über 10 km. Es ist zum Haare raufen und so kommen wir erst im Dunkeln bei der Talstation Monistrol Vila an. Eigentlich wollten wir viel früher hier sein, aber die Bergkuppen im dunklerwerdenden Abendlicht versprechen auf morgen ja etwas ganz Tolles. Die Vorfreude ist immens.

besichtigen wir morgen

So, jetzt kocht mein Schatz noch ein feines Abendessen, ohne Omnia, sondern mit Pfanne…

An die Leichtgläubigen: das mit der Impfmaschine war ein Witz und ich will das Foto nirgends auf Telegramm sehen oder sonstwo, dazu gebe ich die Rechte nicht ab…

Übernachtung

Monistrol - Monistrol-Vila***
Parkplatz

Richtung Busse fahren

Koordinaten: 41.61503,1.842439
N 41° 36' 54.1"  E 1° 50' 32.8"
letzter Besuch: 12.2021