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Zweimal Gustav Eiffel

Wir sind unterwegs Richtung Spanien

Eiffelturm und Viadukt vom gleichen Erbauer

Wir fahren um 9 Uhr in Bern Richtung Westen weg. Auf dem Rastplatz Gurbrü kurz nach Bern entorgen wir noch den Inhalt des Grauwassertankes. Da kommt mir die Galle hoch. Es ist ein perfekter, kostenloser Ent-/Versorgungsplatz, aber ein Idiot von Wohnmobilfahrer war zu faul, um die seine leere Chemitabs-Dose 20m weiter in den Abfallkorb zu werfen. Er hat sie einfach hinter der Entsorgungsstation in der Wiese deponiert. Jeder Bauarbeiter weiss, dass dies ein Womofahrer war. Warum müssen solche Idioten einfach immer alles unternehmen, damit solche Stationen dann wieder geschlossen werden? Ich schmeisse die Dose in den Abfall und rege mich weiterhin fürchterlich auf.

Entsorgung Gurbrü

Dem Genfersee entlang Richtung Frankreich beruhige ich mich dann wieder, der Grenzübertritt zu den Nachbarn wird nicht kontrolliert und so cruisen wir immer weiter. Wir fahren über Lyon nach Clermont Ferrand. Der Puy de Domes ist im Nebel, auch alle andern Vulkanhügel sind grau umschlungen. Es bringt nichts, wenn wir hier einen Halt einlegen, die Fotos werden nicht besser, wie bei unserem letzten Besuch hier. Also fahren wir weiter und stoppen in Saint-Flour vor dem Garabit-Viadukt. Diese Eisenbahnbrücke wurde von 1880 bis 1888 von Gustav Eiffel gebaut und war während 25 Jahren die weltweit höchste Eisenbahnbrücke. (Der Eiffelturm wurde von 1887 bis 89 gebaut, Gustav musste also an zwei Orten gleichzeitig sein…)

Viaduc de Garabit

Das Bauwerk ist wirklich imposant und wäre nachts schön beleuchtet, aber weil es in Strömen schifft, als wir hier ankommen und es nicht wirklich tolle Fotos gibt, fahren wir schweren Herzens weiter. Aber wir stellen unser Knutschi so hin, dass der Eifelturm und das Viadukt beide zu sehen sind, wahrscheinlich eine Seltenheit

140 km bezahlen wir die 13,60 € für die Passage des Viadukts de Millau. Aber es ist grad dunkel geworden, als wir auf den Rastplatz fahren, also auch keine schönen Fotos mehr. Schade.

besser habe ich es noch nicht hingekriegt

Wir beschliessen, hier zu übernachten und auf die Sonne zu warten, Anita kocht noch schnell Teigwaren, ich schreibe den Blog. Es ist tote Hose auf der Raststätte um diese Zeit und darum werden wir hier sicher gut bei der Entsorgungsstation schlafen.


Mautgebühren in Frankreich bisher:  69,90 € (Banditen...)
Gefahrenen Kilometer: 712 km
Durchschnittsverbrauch: 11,2 Liter

Übernachtung

Millau - Rastplatz Viadukt de Millau***
Parkplatz

erlaubt mit Ensorgung und Toilette, kostenlos

Koordinaten: 44.094611401953536,3.0221194099629503
letzter Besuch: 11.2021

2.11.2021 - Die beiden Brücken klapperten wir im Frühling 2019 ab, da werden Erinnerungen wach. Wir waren die einizigen Besucher auf dem Parkplatz beim Millau Viadukt, auch das Restaurant war geschlossen - das war schon etwas unheimlich. Falls ihr noch einen Halt in Bilbao einlegt - dies ( 43.259904°, -2.964343°) ist der ultimative Stellplatz mit Sicht auf die Stadt - wie im Kino :-)

Dominik


3.11.2021 - Hallo Rolf und Anita Geniesst die Reise! Falls ihr die hohen Mautgebühren vermeiden wollt, gebt im Navi "Mautgebühren vermeiden" ein. Frankreich verfügt über sehr gutes Nationalstrassen-Netz, welches mautfrei ist. Wir sind schon 2 mal in die Bretagne und zurück gefahren, ohne was zu bezahlen ;)

Roland


3.11.2021 - in millau selbst ist auch ein stellplatz von "campingcarpark", wir waren herbst 2019 dort. auch schön die seiten täler und die bergwelt und tolle kleine käsereien in der umgebung (aber auch große bekannte käsereien). schönen urlaub

trudchen


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