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Andenes Norwegen 2014
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Reisebericht

3Stunden für 30 km 5.3.2016

Wenn diese Autofahrer nur blind drauflosrösten können

Ok, ich gebe es zu, heute hat es in der Höhe so viel geschneit, wie im ganzen Februar in der Breite. Aber kaum 20cm Schnee auf der Strasse, bricht das Chaos aus. Stehende Kolonnen überholen, da man denkt, man ist ja nicht so blöd und bleibt stecken, und dann wenn der Gegenverkehr kommt, wird die Strasse für rund 30 Minuten blockiert. Nichts geht mehr, und als sich der Knopf endlich gelöst hat und 2km weitervorne eine kleine Bergstrecke kommt, das gleiche Chaos wegen den gleichen Autofahrern, denn sie stehen mitten in der Strasse und kommen nicht mehr vom Fleck. Sommerpneus? Schon mal von Winterausrüstung gehört? Tschechen, Deutsche und auch Landsleute, sogar vom gleichen Kanton. Eigentlich hätte man aussteigen sollen und diesen links und rechts einen Chlapf geben. Oder liegt das nur daran, dass wir ein Womo fahren und dieses einfach überholt werden muss, da es ja sowiso Schnee auf der Strasse hat? Ein Womo bleibt ja viel eher stecken!

Aber weit gefehlt, unser Knutschi läuft wie geölt, keine Probleme auch auf vereister Strecke. Aber als dann ein einheimischer Camion vor mir doch die Schneeketten montiert, ist das auch für mich ein Zeichen. Keine fünf Minuten später fahren wir schon mit Ketten weiter und fahren mit einem breiten Grinsen wie Butter an all den spulenden Autos vorbei.

Immerhin kommen wir dann auch erst um 18 Uhr an unserem Ziel in Madulain auf 1700m an, und wenn man bedenkt, dass es schon auf 500m 10cm Schnee auf der Autobahn hatte, sind wir ziemlich zufrieden.

Zusammenfassung: eigentlich wollten wir über den Julier ins Engadin fahren. Als es in Thusis aber schon Schnee auf der Autobahn hatte, und nicht wenig, haben wir gedreht und fahren nach Landquart und Klosters zum Autoverlad und dann mit dem Zug ins Engadin. Aber irgendwie haben alle nicht wintertüchtigen Autos diese Variante gewählt und im Engadin hatte es natürlich auch viel Neuschnee, das war aber bekannt, und da brach dann endgültig das Chaos aus.

Übernachtung

Madulain - Camping****
Camping

Sonniger Platz direkt beim Bahnhof, freundlicher Empfang, gratis Wlan

Koordinaten: 46.587108,9.938972
letzter Besuch: 2.2018

Björndalens Monstertruck 6.3.2016

Ich habe ja ein cooles Wohnmobil für Winterferien, aber an das von Top-Biathlet Ole Einar Björndalens komme ich echt nicht hin, inkl. Fitnessraum

23’000 kg wiegt das Ungetüm, das Ole Einar Björndalen eigens für seine letzte (wirklich letzte?) Saison anfertigen liess. Ein Truck geeignet zum Wohnen, vor allem aber auch ein rollendes Fitness-Center. Auch nach über 20 Jahren im Biathlon-Zirkus wird der Norweger nicht müde, seine Trainingsbedingungen zu perfektionieren.

Finanzierung zunächst aus eigener Tasche

Das massgeschneiderte Björndalen-Mobil verschlag Kosten von geschätzten 1,5 Millionen Euro. Da die Finanzierung zunächst unklar war, ging der Sprint-Olympiasieger von Sotschi ein grosses Risiko ein. Mittlerweile hat sich ein potenter Sponsor gefunden, der das Gefährt nach Björndalens Karriere weiterverkaufen will. Nach langer Verzögerung durfte «Mr. Biathlon» sein neues Heim im Sommer 2015 endlich in Empfang nehmen. Und bei seinem ersten Wettkampf in diesem Winter, dem Einzelstart in Östersund, feierte er gleich seinen 94. Weltcup-Sieg.

Quelle Sschweizer SRF 1

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Kalte Nacht im Engadin 7.3.2016

Diese Nacht war wahrscheinlich eine der kältesten, die wir im Womo bis jetzt erlebt haben.

Nein, gefroren haben wir überhaupt nicht, unsere Heizung meisterte dies ohne Probleme. Die Truma auf Stufe 2 reichte völlig aus. Aber aussen hatte es Temperaturen von -18 Grad und das spührt man irgendwie schon. Auch jetzt um 9 Uhr immer noch minus 11.

Bei meinem Frühspaziergang ums Womo fotografiere ich einige Landschaftsaufnamen und mache mir so meine Gedanken. Die Wäscheklammer am „Kamin“ der Gasheizung erfüllt ihren Zweck perfekt, kein einziger Eiszapfen. Normalerweise ohne Wäscheklammer ist dort vom Kondenswasser jeweils alles verreist. War ein guter Tipp, den wir so bekommen haben.

Unsere Nachbarn, die drei jungen Italiener, die auch für den Engadin Skimarathon trainieren, hatten es glaub weniger gemütlich. Sie sitzen mit Wollmützen im Womo, der Motor des Womos läuft. Müssen sie heizen, frieren sie? Gesprochen haben ich sie noch nicht, ich werde sie daraufhin ansprechen, sobald sie aus ihrem Womo kommen.

Auch bin ich froh, habe ich den Abwassertank offen gelassen und das Grauwasser fliesst in einen Eimer. Dieser ist natürlich pickelhart gefroren. Bei unserem Abwassertank hätte auch die Isolation bei diesen Temperaturen nichts gebracht, auch dieser wäre jetzt zugefroren und dann hätten wir ein Problem. Würde dieser in diesem Urlaub je wieder auftauen?

Happy Birthday, meine liebe Anita!

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Heizungseinstellungen in kalten Nächten 8.3.2016

Nach zwei kalten Nächten von -18 Grad haben wir verschiedene Heizungseinstellungen geprobt, die Unterschiede sind gewaltig.

Zuerst zu der Ausgangslage: wir fahren einen Orangcamp d13, baugleich mit Carado t447 oder Sunlight t68, hinten Längsbetten, WC und Dusche getrennt, eine Tür um diesen Raum zu schliessen. Dazu haben wir eine Heizung Truma Combi E die jetzt auf dem Wintercampingplatz auf Stufe I Strom läuft und der Rest auf Gas. Diese Einstellungen haben wir so gewählt, weil wir eine LPG-Gasanlage eingebaut haben und während diesen acht Tagen unser Womo nicht bewegen möchten, um Gas nachzufüllen.

Die erste kalte Nacht hatten wir die Truma Heizung etwa auf Stufe 2 eingestellt, Nachts schaltete sich die Gasverbrennung häufig ein, um die Temperatur halten zu können. Hinten hatten wir ca 16 Grad und uns fröstelte es immer ein bisschen. Wir sind kuscheligwam Schläfer…

Diese Nacht haben wir das Konzept geändert. Vorne der Wärmeausstrahler bei der Türe geschlossen, im Bad und hinten ganz offen und die Türe zum Schlafbereich geschlossen. Die Heizung konnten wir auf Stufe 1 zurückschrauben und der Gasbrenner hat sich die gesamte Nacht kein einziges Mal zugeschaltet. Zudem hatten wir hinten wirklich wärmer, 18 Grad. Weniger Gasverbrauch und wärmer!

Aber als wir morgens in den vorderen Bereich treten, friert mir fast die Nase ein: noch ganze 7,2 Grad im Wohnbereich! Was so eine kleine dünne Türe ausmacht?!

Na gut, wenn jemand im Hubett vorne schlafen will, ist das nicht die ideale Einstellung.

Ach ja: auch die ganz dünnen Verdunkelungsrollo für den Fenster, haben auch einen Isolierungseffekt, den man gar nicht glaubt und erst merkt, wenn es so richtig kalt ist.

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Wintergrillen und Sonne geniessen 8.3.2016

Wir haben uns auf dem Campingplatz eingelebt und fühlen uns schon wie zu Hause

Anita beim Frühstück bei -8 Grad

Wir nehmen es mit der Ruhe und geniessen einfach das Leben. Täglich gehen wir langlaufen und geniessen die Top präparierten Loipen, wir wollen ja am nächsten Sonntag in Form sein, wenn die 42 km des Engadin Skimarathons anstehen. Allerdings müssten wir dann auch etwas seriöser sein, wie wir das momentan sind. So viel im Beizchen eines Campingplatzes sind wir noch nie gesessen wie hier.

Da der Senior-Chef auch hier und ein super Grillmeister ist (ich habe die Idee für meinen neuen Grill zu Hause hier abgekupfert) und für die Campinggäste Abends den Grill anfeuert, sind wir natürlich auch immer am Fleisch braten. Und morgen haben wir uns angemeldet für Rindsplätzli a la Minute und Polenta vom Grill, und übermorgen Curry vom Grill und am Freitag Pizza… Meine Holde strahlt richtig, da dies heisst, sie muss nicht kochen und nicht abwaschen!

Wir können diese Campingplatz nur empfehlen…

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Perfekte Wintertage 10.3.2016

Blauer Himmel, Schnee, Sonne und doch saukalt, nette Gesellschaft und feines Essen, was will man mehr?

Eigentlich haben Anita und ich gar nicht viel gemacht, ausser das Leben genossen. Gestern standen wir nicht auf den Langlaufskis, ich habe sie aber alle gewachst und weil wir Abends dann zu faul zum kochen waren, haben wir am „Zigeunerplätzli-Essen“ des Campingplatzes teilgenommen. Gino, der Senoir Chef, stand am selbst gebauten Grill und war neben Mary der Chefkoch.

Und wir Gäste sassen im Wintergarten, schnäderten über Gott und Campingreisen und schlugen uns den Bauch voll. Ein wirklich gelungener Abend und dann spätabends vielen wir endlich Müde ins Bett.

Heute fuhren wir dann mit dem Zug nach Silvaplana und skateten die 25km auf den Skis zurück. Keine Wolke am Himmel, es war einfach rundum perfekt. Na ja, die selber gewachsten Skis waren nicht optimal, ich dachte es wäre wärmer. Um 9 Uhr morgens war es immer noch -12 Grad. Aber für Sonntag am Engadin Skimarathon wird es dann schon aufgehen.

Als wir wieder bei unserem Knutschi waren, haben wir uns noch die Sonnenstrahlen und die warmen Temperaturen von 4 Grad ausgenutzt und sassen lange draussen.

Heute gehen wir übrigens an „Curry-Essen“ von Gino, denn so müssen wir wieder nicht abwaschen…

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Morgen der Engadiner Skimarathon 12.3.2016

Morgen früh startet der Engadiner Skimarathon und dies ist sportlich unser Jahreshöhepunkt.

Ich starte das Rennen mit ziemlich roten und verbrannten Kopf, die Sonne strahlte die ganze Woche vom Himmel, der Schnee reflektierte die Strahlen und die trafen alle genau meinen Kopf. Meine Holde hat mich zwar immer gewarnt, aber eingecremt hat sie mich nie, was für ein Versäumnis von ihr!

Um 7 Uhr müssen wir morgen früh in die Kälte raus, so dass wir alle drei, auch Marco ist gestern angekommen, gegen neun Uhr starten können. Warten bei -10 Grad, da bin ich doch ganz froh, strahlt mein Kopf gegen innen eine grosse Hitze aus. Eigentlich habe ich das so gewollt…

Heute hat Anita übrigens noch einen grossen Topf Spagehtti gekocht, schliesslich muss man auf jedes Detail achten und alles herausholen, was irgendwie geht. Ich habe sogar zwei Stunden lang die Skis gewachst, wehe, wenn das alles nichts nützt.

Wenigstens die Campingplatz-Rangliste muss ich unbedingt gewinnen ;-)

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Brutal strenger Engadin Skimarathon überstanden 13.3.2016

Total auf den Felgen aber alle drei haben es ins Ziel geschafft

Marco mit Finishermedaille

Die Meteorologen haben total versagt. Die Wetterbedingungen waren total anders, wie vorausgesagt, viel Wärmer, Hochnebel, keine Sonne und vor allem sehr weiche Spur und voll Gegenwind. Nichts von schön dahingleiten, eher ein Murks und ein Krampf. Der wachs der Skis war wegen der Schuld der Wettervorhersager auch falsch gewählt, aber wahrscheinlich bei den meisten anderen auch.

Sogar die Spitze hatte statt den prognostizierten 90 Min volle 1:48 Std. Da bin ich gar nicht so schlecht mit rund 30 Minuten Verspätung gegenüber letztem Jahr.

Auf nächstes Jahr wird dann endlich mal richtig trainiert! Aber heute Abend wird im Engadin noch unsere Leistung gefeiert.

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Über den Julier nach Hause 14.3.2016

Wieder strahlend schönes Wetter. Warum konnte dies gestern nicht so sein?

Erholt sind wir noch nicht, die Müdigkeit steckt noch in den Gliedern. Darum gehen wir es gemächlich an und schlafen zuerst mal aus.

Danach schaufle und pickle ich unser Knutschi frei. Es hat sich einiges an Eis gebildet, vor allem über dem Stromkabel. Da ist alles ziemlich fest eingefroren, so dass ich es nicht mehr herausbringe. Mit zwei Spritzkannten warmem Wasser taut ein Teil des Eises, den Rest des Kabels hacke ich mit einem Spaten frei.

Am Mittag sind wir dann abreisefertig und fahren in Traumhafter Kulisse über den Julier nach Thusis. Dort tanken wir noch unser Gas voll und rollen nach Hause.

Es war eine wundervolle Woche im Engadin und wir haben auf nächstes Jahr den Platz grad schon wieder reserviert.

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